Sorgen vor Ausbremsung
Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist im Januar scharf gesunken. Saison- und kalenderbereinigt lag er 11,1 Prozent unter dem Niveaus des Vormonats. Das Statistische Bundesamt (Destatis) bestätigte die deutlichen Rückgänge.
Grund dafür ist vor allem das ungewöhnlich hohe Niveau im Dezember – angetrieben durch Großaufträge, die den höchsten Stand seit Februar 2022 erreichten. Ohne diese Sondereffekte fiel der Rückgang im Januar mit 0,4 Prozent deutlich moderater aus.
Besonders stark betroffen
Besondere Einbrüche gab es in der Herstellung von Metallerzeugnissen mit einem Minus von 39,4 Prozent. Auch der Maschinenbau und die Metallerzeugung verzeichneten deutliche Rückgänge. Diese Branchen waren im Dezember von großen Aufträgen geprägt.
Dagegen zeigten sich die Automobilindustrie und der Sonstige Fahrzeugbau positiv. Die Auftragseingänge stiegen dort deutlich.
Investitionsgüter schwächeln
Bei den Investitionsgütern sank der Auftragseingang im Januar um 14,1 Prozent. Auch Vorleistungsgüter zeigten sich schwächer.
Die Auslandsaufträge insgesamt nahmen um 7,1 Prozent ab. Sowohl aus der Eurozone als auch von außerhalb sanken die Bestellungen. Die Inlandsaufträge zeigten mit einem Rückgang von 16,2 Prozent eine noch stärkere Abnahme.
Umsatz leicht im Plus
Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe konnte sich dennoch leicht verbessern. Saison- und kalenderbereinigt lag er im Januar 1,5 Prozent höher als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2025 betrug das Plus 1,3 Prozent.
(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)

