Kein Abgang nach Frankfurt
Sportvorstand Markus Krösche hat Spekulationen über einen vorzeitigen Abschied von Eintracht Frankfurt entschieden zurückgewiesen. „Ich habe einen Vertrag, alles andere ist unwichtig“, zitierte der „Spiegel“ Krösche.
Der Funktionär betonte zudem, dass er sich im Verein wohlfühle und die Mannschaft als spannend empfinde. Eine Äußerungspflicht zu jeder aufkommenden Vermutung sehe er nicht. Krösche ist seit 2022 für die sportlichen Geschicke der Hessen verantwortlich.
Kaderplaner mit Erfolgen
Unter seiner Ägide erreichte die Eintracht die Champions League. Besonders Krösches Erfolg bei der Transferierung von Leistungsträgern wie Randal Kolo Muani, Omar Marmoush und Hugo Ekitiké, die Rekordablösen einbrachten, sorgte für Aufsehen.
Gerüchte über einen möglichen Abgang Krösches waren zuletzt laut geworden, nachdem es Kritik vonseiten Vorstandschef Axel Hellmann gegeben hatte. Krösche nahm dies gelassen: „Dass wir auch mal etwas kritisch hinterfragen, ist doch normal.“ Die aktuelle Bundesliga-Saison verläuft für die Frankfurter bisher hinter den Erwartungen, was im Januar zur Entlassung von Trainer Dino Toppmöller führte.
Kritik am deutschen Nachwuchs
Unabhängig von seiner eigenen Zukunft äußerte Krösche deutliche Kritik am Zustand des deutschen Nachwuchsfußballs. „Wir setzen seit zehn Jahren die falschen Schwerpunkte“, bemängelte er gegenüber dem Medium.
Als Konsequenz sieht er einen Mangel an internationalem Spitzenpersonal auf Schlüsselpositionen wie Außen- und Innenverteidiger, Flügelstürmer und Angreifer sowie Probleme auf der Torhüterposition. Krösche fordert ein Umdenken in den Vereinen: „Es ist unsere Schuld als Clubs, dass wir diese Entwicklungen verschlafen haben und so schlecht ausbilden.“

