Neuer Bahnhof erst ab 2031

Hamburg: Umbau Hauptbahnhof verzögert sich weiter

Hamburg Hauptbahnhof (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der dringend benötigte Umbau des Hamburger Hauptbahnhofs verzögert sich witterungsbedingt. Stadt und Bund ringen noch um die Finanzierung. Die Erweiterung des überlasteten Verkehrsknotenpunkts für mehr als 500.000 tägliche Nutzer wird nun frühestens ab 2031 im Angriff genommen. Auch der parallel geplante Entlastungstunnel steht zur Disposition.

Kaum Fortschritt beim Großprojekt

Die Pläne für eine umfassende Erweiterung des Hamburger Hauptbahnhofs stoßen auf unerwartete Hürden. Nach jetziger Einschätzung der Deutschen Bahn wird der eigentlich für 2028 anvisierte Baubeginn wohl erst im Jahr 2031 oder noch später erfolgen. „Sicher noch fünf, sechs Jahre werden vergehen“, so die Konzernbevollmächtigte der Bahn für die Region. Die Hauptursache für die anhaltende Verzögerung liegt in der noch ausstehenden finanziellen Einigung zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Bund. Das Gesamtvolumen des Projekts beläuft sich auf rund eine Milliarde Euro.

Tunnelbau ungewiss

Der Hamburger Hauptbahnhof zählt zu den meistfrequentierten Bahnhöfen Deutschlands. Täglich nutzen über eine halbe Million Menschen die Anlagen, die seit vielen Jahren als überlastet gelten. Die geplante Vergrößerung soll durch zusätzliche Anbauten realisiert werden, wobei die historische Architektur erhalten bleiben soll. Bereits 2021 lagen die Entwürfe für den Umbau vor. Ein weiterer wichtiger Teil des Gesamtvorhabens war ein sechs Kilometer langer Verbindungsbahnentlastungstunnel (VET). Dieser sollte den Hauptbahnhof entlasten und zur Verbesserung der Pünktlichkeit beitragen. Doch auch dieses milliardenschwere Vorhaben ist aufgrund ungeklärter Finanzierungsfragen fraglich. Der Hamburger Verkehrssenator deutete an, dass ein Bau bis 2040 kaum realistisch sei.

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