Frankfurt am Main: Dax legt leicht zu, Grüne fordern stärkere Transatlantik-Strategie
Frankfurter Börsenbericht
Der Dax zeigte sich am Dienstag wenig verändert, doch der Index legte im Tagesverlauf zu. Zum Xetra-Handelsschluss stand er bei rund 25.421 Punkten, ein Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vortag. Nach einem Auftakt im Plus drehte er gegen Mittag ins Minus, erreichte am späten Nachmittag jedoch ein neues Allzeithoch von rund 25.508 Punkten. Am Ende blieb der Großteil der Zugewinne bestehen.
‚Zum Jahresbeginn fließt weiter frisches Geld in den Aktienmarkt und treibt den Dax auf das sechste Allzeithoch am achten Handelstag des Jahres‘, erläuterte Christine Romar, Head of Europe von CMC Markets. ‚Spielt die Statistik also auch in diesem Jahr mit und sind die ersten Tage eine Blaupause für den Rest des Jahres, steht der deutsche Leitindex vor seinem vierten Bullenjahr in Folge. Auch nach drei überdurchschnittlich starken Börsenjahren sieht die Mehrheit der investierten Anleger keinen Grund, jetzt aus dem Markt auszustiegen, auch weil sie sich wegen ihrer langfristigen Orientierung an keine Korrektur in der Vergangenheit mehr wirklich erinnern kann.‘
In der Nähe der Spitzenpositionen lagen am Nachmittag Symrise und Zalando, während Deutsche Telekom, Continental, Fresenius Medical Care und Heidelberg Materials am Tabellenende notierten. Gleichzeitig stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde Gas zur Lieferung im Februar kostete 31 Euro und damit vier Prozent mehr als am Vortag; Experten rechnen vorerst mit höheren Endverbraucherpreisen. Der Ölpreis legte zu: Brent kostete am Nachmittag 65,70 US-Dollar pro Barrel, 2,9 Prozent über dem Schluss des Vortages. Die europäische Gemeinschaftswährung lag am Nachmittag bei 1,1636 US-Dollar je Euro; ein Dollar kostete 0,8594 Euro.
Außenpolitik und Marktbezüge
Wichtige außenpolitische Impulse flossen am Dienstag in die Debatte: Die Grünen regten eine europäisch abgestimmte TransAtlantikstrategie an, um Deutschland und Europa unabhängiger von der USA zu machen. In dem Antrag heißt es, man müsse in der neuen geopolitischen Lage entschlossener handeln und die Resilienz Europas stärken.
Die Bundesregierung wird aufgefordert, eine europäisch abgestimmte Strategie vorzulegen, die auch Maßnahmen gegen mögliche Druckmittel aus Washington berücksichtigt. Deborah Düring, außenpolitische Sprecherin, kritisierte die bisherige Reaktion der Koalition als zu zurückhaltend und plädierte für mehr Klarheit und Selbstständigkeit. Der Antrag sei eine Reaktion auf Führungslosigkeit.
Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt
