Planet mit 10-facher Erdmasse

Forscher entdecken „Erde 2.0“ in rund 2500 Lichtjahre Entfernung

Forscher entdecken „Erde 2.0“ in rund 2500 Lichtjahre Entfernung
So könnte es dort aussehen
Bild: insidebw.de/AI
Es ist ein Fund, der die Suche nach einer „zweiten Erde“ vorantreiben könnte: Astronominnen und Astronomen haben einen Exoplaneten mit rund der zehnfachen Masse der Erde entdeckt – und das in der habitablen Zone eines sonnenähnlichen Sterns! Der Planet Kepler-725 c umkreist den Stern Kepler-725, einen späten G-Typ-Zwerg, und wurde über die sogenannte Transit-Timing-Variation (TTV)-Methode nachgewiesen.
Forscher entdecken „Erde 2.0“ in rund 2500 Lichtjahre Entfernung
So könnte es dort aussehen
Bild: insidebw.de/AI

Was macht Kepler-725 c so besonders?

Kepler-725 c ist etwa 10 ± 3 Erdmassen schwer und umkreist seinen Stern in 207,5 Tagen – ein Zeitraum, der für viele Exoplanetensucher schon außerhalb des einfachen Nachweisfensters liegt. Noch bemerkenswerter: Die Bahn des Planeten ist deutlich elliptisch mit einer Exzentrizität von 0,44 – das heißt, er bewegt sich mal näher, mal weiter von seinem Stern entfernt. Die mittlere Einstrahlung liegt bei 1,4-mal dem Wert der Erde – genug, um möglicherweise flüssiges Wasser zu ermöglichen, aber ohne sichere Rückschlüsse auf tatsächliche Bewohnbarkeit.

Entdeckt dank TTV – nicht per Transit

Da Planeten wie Kepler-725 c weit draußen liegen, sind sie mit herkömmlichen Transitmethoden schwer zu erfassen. Doch das Team um L. Sun, S. Gu und X. Wang hat mithilfe der Transit-Timing-Variation des bereits bekannten Planeten Kepler-725 b (ein warmer Jupiter mit 39,64 Tagen Umlaufzeit) auf den zweiten Planeten geschlossen. Diese Methode misst kleinste zeitliche Verschiebungen bei Transits – ausgelöst durch die Gravitation anderer Himmelskörper im System.

Bedeutung für künftige Planetensuche

Die Entdeckung zeigt, dass Super-Erden oder Mini-Neptune mit mittleren Umlaufzeiten in habitablen Zonen künftig gezielter aufgespürt werden können – selbst dann, wenn sie keine klassischen Transits verursachen. Besonders mit kommenden Missionen wie PLATO, TESS und Earth 2.0 könnten noch viele solcher Kandidaten entdeckt werden.

Ein kleiner Schritt für Kepler – ein großer für die Exoplanetenforschung

Mit Kepler-725 c erweitert sich der Katalog potenziell lebensfreundlicher Planeten – und das mit immer besseren Messmethoden. Die Kombination aus TTV-Analyse, Präzisionsdaten und systematischer Nachverfolgung macht die neue Entdeckung nicht nur zu einem weiteren Himmelskörper im All, sondern zu einem Beweis für die Weiterentwicklung planetarer Detektionsmethoden.

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