Börsenstimmung gedämpft
Der DAX hat am Montagmittag an Dynamik verloren. Nach einem anfänglich unentschlossenen Handel rutschte der Index bis 12:30 Uhr auf 124.850 Punkte ab, was einem Minus von 0,2 Prozent gegenüber dem Freitagsschluss entsprach.
Augen auf die Berichtssaison
Marktbeobachter sehen die Zurückhaltung der Anleger primär durch die anstehende Berichtssaison begründet. „Die Investoren schauen zum Wochenstart zum einen auf die Kursbewegungen an den Edelmetallmärkten und zum anderen auf die bevorstehende Berichtssaison, die in dieser Handelswoche mit den Dax-Schwergewichten ebenfalls Dynamik aufnehmen wird“, erklärte Analyst Andreas Lipkow. Auch die Sitzung der US-Notenbank und weitere Quartalszahlen großer US-Techkonzerne stehen auf der Agenda der Woche.
Die aktuelle Marktphase beschreibt Lipkow als eher defensiv: „Die Marktteilnehmer werden sich in diesem Umfeld eher defensiv verhalten und abwarten, wie sich die Faktenlage darstellen wird.“ Dies spiegele sich auch im DAX wider, wo derzeit nur 15 der 40 Unternehmen auf der Gewinnerseite zu finden seien.
Banken und Rohstoffe im Aufwind
Angeführt wird das Feld der Gewinner von Bankentiteln, flankiert von Aktien wie Heidelberg Materials, Adidas und Eon. Die europäische Gemeinschaftswährung gab am Montagnachmittag nach und kostete 1,1854 US-Dollar. Der Goldpreis hingegen verzeichnete kräftige Zugewinne und notierte nahe seines am Vormittag erreichten Allzeithochs bei 5.092 US-Dollar je Feinunze (+2,2 Prozent). Auch der Ölpreis zeigte sich leicht im Plus, ein Fass Brent-Rohöl stieg geringfügig auf 66,07 US-Dollar.

