IT-Systeme nicht mehr überlastet

Cyberangriff auf Bahn: BSI sieht keine Dauerfolgen

Cyberangriff auf Bahn: BSI sieht keine Dauerfolgen
Foto: Sitz von BSI und BMI (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Cyberangriff auf die Deutsche Bahn hat laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) keine nachhaltigen Auswirkungen mehr. BSI-Präsidentin Claudia Plattner erklärte, die IT-Systeme seien nicht mehr überlastet. Kundendaten seien bei der Attacke nicht betroffen gewesen. Die Angreifer hätten lediglich den Service beeinträchtigt.

Keine dauerhaften Störungen

Die IT-Systeme der Deutschen Bahn sind nach dem jüngsten Cyberangriff nicht mehr von Überlastung betroffen. Das teilte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit. BSI-Präsidentin Claudia Plattner zeigte sich im RBB-Inforadio zuversichtlich, dass die Situation überwunden sei. „wobei natürlich jederzeit wieder eine neue Welle kommen kann“, schränkte sie allerdings ein.

Service von Einschränkungen betroffen

Bei dem sogenannten DDos-Angriff, bei dem das System mit Anfragen überflutet wird, ging es laut Plattner nicht um Kundendaten. „Mit den Kundendaten ‚hintendran‘ haben solche Angriffe gar nichts zu tun – es wird nur der Service ‚vornedran‘ gestört, die Kundenanfragen kommen nicht mehr durch.“ Solche Attacken gebe es seit Jahrzehnten, doch ihre Qualität habe zugenommen, sodass auch große Unternehmen unter Druck geraten könnten. Ziel solcher Angriffe sei oft, ein Gefühl der Unsicherheit zu erzeugen.

Russland als mögliche Quelle, aber unklar

Plattner merkte an, dass seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine eine Zunahme entsprechender Attacken zu beobachten sei. „Das haben wir im Verlauf der letzten Jahre beobachtet. Was wir feststellen, ist, dass da insgesamt gerade auch aus Russland viel passiert.“ Ob Russland hinter dem konkreten Angriff auf die Bahn steckt, sei aber zum jetzigen Zeitpunkt völlig unklar und Gegenstand laufender Ermittlungen, so die BSI-Präsidentin.