Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte Ende April die Leitzinsen unverändert belassen. Der wichtige Einlagensatz verharrt somit bei 2 Prozent. Die Notenbank bekräftigte jedoch ihren festen Willen, die Inflation mittelfristig auf ihr Ziel von 2 Prozent zu drücken. Eine Zinserhöhung gilt dabei als wirksames Instrument.
Für die Entscheidung des EZB-Rates sei die Inflationsprognose ausschlaggebend, so Nagel weiter. Auch die Erwartungen der Finanzmärkte sowie von Verbrauchern und Unternehmen würden genau beobachtet. „Natürlich haben wir auch die aktuellen Inflationstendenzen im Blick – und wie sich die höheren Energiekosten auf die übrigen Güter- und Dienstleistungspreise sowie Löhne auswirken“, erklärte der Bundesbankpräsident. Sollte sich daraus das Bild einer mittelfristig deutlich steigenden Inflation ergeben, „dann ist es notwendig, dass wir die Zinsen erhöhen“.




