Ständige digitale Bedrohung
Die Zahl ist atemberaubend: Über 5.000 Cyberangriffe prallen jede Minute auf die IT-Systeme der Deutschen Bundesbank. Das gab Bundesbank-Präsident Joachim Nagel im Gespräch mit dem Tagesspiegel bekannt. Auf das gesamte Jahr hochgerechnet ergeben sich daraus rund zweieinhalb Milliarden digitale Attacken, die von der Firewall des Finanzinstituts abgewehrt werden.
Ein Wettlauf mit Angreifern
Nagel beschreibt die Situation als „ständigen Wettlauf“. Die Bundesbank investiert erheblich in die Sicherheit ihrer digitalen Infrastruktur. Die Schutzmaßnahmen umfassen laut Nagel ein breites Spektrum: Angefangen bei der sorgfältigen Auswahl und Überprüfung des Personals über abgerüstete IT-Systeme bis hin zu spezialisierten Cyberabwehrteams und einem robusten Business-Continuity-Management. Damit fungiert die Bundesbank auch als wichtiger IT-Dienstleister für das gesamte Eurosystem.
Keine Garantie, aber höchste Standards
Trotz aller Vorsicht kann die Bundesbank eine hundertprozentige Garantie für absolute Sicherheit nicht geben. „Niemand kann Ihnen garantieren, dass nie was passiert“, so Nagel. Man setze jedoch auf „höchste Sicherheitsstandards“, um die Risiken zu minimieren.

