Nach Tötung in Rheinland-Pfalz

Brutalität im Nahverkehr: Justizministerin prüft mehr Schutz für Zugpersonal

Brutalität im Nahverkehr: Justizministerin prüft mehr Schutz für Zugpersonal
Foto: Schweigeminute nach Tod von Zugbegleiter am 04.02.2026, via dts Nachrichtenagentur

Die tödliche Attacke auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz hat bundesweite Bestürzung ausgelöst. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) prüft nun, ob der geplante Gesetzentwurf zum Schutz von Einsatzkräften auf das Zugpersonal ausgeweitet werden kann. Dies sei angesichts der zunehmenden Gewaltbereitschaft im öffentlichen Raum eine wichtige Überlegung.

Tat schockiert Ministerin

Die Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) zeigte sich tief betroffen von der Tötung eines Zugbegleiters in Rheinland-Pfalz. Diese Tat sei „schockierend“, sagte Hubig den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Sie ist nicht die Einzige, die ein wachsendes Problem mit Aggression und Gewalt im öffentlichen Raum sieht.

Viele Bürgerinnen und Bürger verzeichnen diesen Eindruck, dass solche brutalen Taten keine Einzelfälle bleiben. Die zunehmende Gewaltbereitschaft bereitet vielen Menschen Sorge.

Gesetzgebung im Fokus

Derzeit befindet sich ein Gesetzentwurf in der Abstimmung, der höhere Strafen für Angriffe auf Einsatz- und Rettungskräfte vorsieht. „In diesem Rahmen prüfen wir auch, ob sich noch Anpassungen an dem Entwurf empfehlen“, erklärte die Ministerin. Es gehe darum, das „besondere Unrecht von Angriffen gegen besonders gefährdete Berufsgruppen wie Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter noch besser abzubilden“.

Damit könnte das Zugpersonal, das tagtäglich mit potenziell aggressiven Fahrgästen konfrontiert ist, künftig einen besseren rechtlichen Schutz genießen.