Weniger Rückstände, mehr Sicherheit

Berlin: Weniger Pflanzenschutzmittelrückstände in deutschen Lebensmitteln

Berlin: Weniger Pflanzenschutzmittelrückstände in deutschen Lebensmitteln
Foto: Supermarkt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

In Deutschland sind 2024 deutlich weniger Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln nachgewiesen worden. Eine Analyse des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) fasst 16.423 Proben zusammen. Demnach stieg der Anteil der Proben ohne quantifizierbare Rückstände im Vergleich zum Vorjahr um rund zehn Prozent; die Hälfte der untersuchten Proben wies gar keine messbaren Rückstände auf. Herkunft und Sorte bleiben entscheidende Faktoren.

Rückstandsniveau 2024

Die Studie zeigt, dass Proben aus dem Lebensmittelbereich im Tagesverlauf unterschiedlich betroffen waren. In Mais und Spargel fanden sich Rückstände nur in wenigen Proben, Grapefruits und Kirschen wiesen dagegen häufiger Überschreitungen auf. Bei häufig verzehrten Produkten wie Tomaten, Kartoffeln und Äpfeln blieben Überschreitungen überwiegend fern. Besonders auffällig waren Mangos mit 16,3 Prozent Überschreitungen, Paprika-Fruchtgewürz mit 11,7 Prozent und Grünkohl mit 8,4 Prozent. Weitere Details finden Sie im Bericht des BVL.

Herkunft beeinflusst Nachweisbarkeit

Die Herkunft der Erzeugnisse spielte eine starke Rolle: Nur 1,0 Prozent der Proben aus Deutschland und 1,5 Prozent der Proben aus anderen EU-Staaten überschritten die geltenden Höchstmengen; Proben aus Nicht-EU-Ländern wiesen dagegen 6,7 Prozent Überschreitungen auf. Ein leichter Trend nach unten: 2024 gab es 1,8 Prozent weniger Überschreitungen als im Vorjahr. Ökologisch erzeugte Ware blieb mit 80,1 Prozent rückstandsfrei, konventionelle Ware erreichte 45,9 Prozent.

Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt