Berlin bestellt Iran-Botschafter ins AA ein
Diplomatischer Austausch
Das Auswärtige Amt hat den iranischen Botschafter einbestellt. Die Meldung wurde vom Ministerium unter Leitung von Bundesminister Johann Wadephul (CDU) über X veröffentlicht, und die Regierung verurteilt das Gewaltgeschehen im Iran.
„Das brutale Vorgehen des iranischen Regimes gegen seine eigene Bevölkerung ist schockierend“, schreibt das Auswärtige Amt. Man fordere den Iran nachdrücklich auf, die Gewalt gegen die eigenen Bürger zu beenden und ihre Rechte zu achten. „Der iranische Botschafter wurde heute ins AA einbestellt.“
Die neue Protestwelle, die Ende Dezember auf dem Teheraner Basar begann, hat sich rasch auf weitere Landesteile ausgedehnt. Bis zum Internet-Blackout hatten sich die Demonstrationen auf alle 31 Provinzen und rund 120 Städte ausgedehnt.
Lage bleibt fragil. Laut der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) sind in den sechzehn Tagen nach Beginn der landesweiten Proteste mindestens rund 650 Demonstranten getötet worden. Die Regierung wird international weiter unter Druck gesetzt.
Auswirkungen auf die Berichterstattung
US-Präsident Donald Trump kündigte unterdessen einen zusätzlichen Zoll von 25 Prozent für alle Länder an, die mit dem Iran Handel treiben. Die Entwicklung beeinflusst globale Märkte und politische Allianzen.
