Berlin: Botschafter einbestellt

Berlin: Auswärtiges Amt bestellt iranischen Botschafter ein

Foto: Iranische Botschaft (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Gegen Abend bestätigte das Auswärtige Amt, dass der iranische Botschafter ins Ministerium einbestellt wurde. Der Schritt fällt in eine Phase erhöhter Spannungen, ausgelöst durch die Proteste gegen die wirtschaftliche Lage im Iran. Beobachter berichten, dass das Internet zeitweise abgeschlossen war und sich die Demonstrationen auf Hunderte Städte ausgedehnt hatten und auch in kleineren Orten sichtbar waren.

Hintergrund

Das Auswärtige Amt hat den iranischen Botschafter einbestellt. Das teilte das Ministerium unter Leitung von Bundesminister Johann Wadephul (CDU) am Dienstag auf der Plattform X mit.

„Das brutale Vorgehen des iranischen Regimes gegen seine eigene Bevölkerung ist schockierend“, schreibt das Auswärtige Amt. Man fordere den Iran nachdrücklich auf, die Gewalt gegen die eigenen Bürger zu beenden und ihre Rechte zu achten. „Der iranische Botschafter wurde heute ins AA einbestellt.“

Auswirkungen auf Alltag

Die neue Protestwelle, die am 28. Dezember auf dem Teheraner Basar wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage begonnen hatte, hat sich schnell auf andere Teile des Iran ausgeweitet. Bis zum Internet-Blackout hatten sich die Proteste nach Angaben von Beobachtern auf alle 31 Provinzen und rund 120 Städte ausgeweitet. Laut der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) sind in den sechzehn Tagen nach Beginn der neuen landesweiten Protestwelle gegen die Regierung im Iran mindestens rund 650 Demonstranten getötet worden. Zuletzt hat US-Präsident Donald Trump einen zusätzlichen Zoll von 25 Prozent für alle Länder angekündigt, die mit dem Iran Geschäfte machen.

Weitere Details finden Sie in unserem ausführlichen Bericht hier.

Ausblick

Die Bundesregierung betont, dass die Diplomatie fortgesetzt werden müsse und die Gewalt beendet werden müsse. Die Debatte über weitere Maßnahmen bleibe offen. Die Opposition verweist darauf, dass das Thema auch Deutschlands Wirtschaft betreffe.

Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt