Klinikfälle auf niedrigstem Stand
Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldet für 2024 einen deutlichen Rückgang bei alkoholbedingten Krankenhausaufenthalten. Nur noch rund 283.500 Patienten mussten 2024 deswegen stationär behandelt werden. Zehn Jahre zuvor waren es noch fast 400.000 Menschen. Das niedrigste Niveau seit einem Jahrzehnt.
Männer stärker betroffen
Männer leiden demnach häufiger unter den Folgen von Alkohol. Von den 2024 Behandelten waren fast drei Viertel männlich. Bei den Diagnosen dominiert die Alkoholabhängigkeit, gefolgt von akuten Rauschzuständen und Entzugserscheinungen.
Junge Menschen: Kräftiger Rückgang
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. In der Altersgruppe der 10- bis 19-Jährigen halbierten sich die notwenigen Klinikbesuche aufgrund von Alkoholvergiftungen nahezu. Auch bei den 20- bis 59-Jährigen sind die Zahlen rückläufig.
Ältere Zielgruppe unbeeindruckt
Nur bei den über 60-Jährigen zeigt sich ein anderes Bild. Während die Zahl der Krankenhausfälle in der Altersgruppe 60 bis 79 nur leicht sank, verzeichneten die Über-80-Jährigen sogar einen Anstieg um über 22 Prozent.
Todesfälle steigen leicht an
Trotz der sinkenden Klinikfälle ist die Zahl der Todesfälle, die direkt auf Alkoholkonsum zurückzuführen sind, leicht gestiegen – auf rund 14.400 Fälle im Jahr 2024. Die Statistiker betonen jedoch, dass diese Zunahme vor allem demografisch bedingt ist. Bereinigt um diese Effekte zeigt sich ein leichter Rückgang der altersstandardisierten Todesfälle.
