Ueber uns Werbung Kontakt Newsletter 18 C Stuttgart

Parlament muss Lösung finden

Wehrdienst-Streit: Wehrbeauftragter sieht »Stunde des Parlaments«

Henning Otte (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Im anhaltenden Streit um den Wehrdienst hat der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte (CDU), an Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) appelliert, die parlamentarischen Beratungen zu respektieren. Otte betont die Bedeutung der parlamentarischen Verantwortung und fordert eine Lösung, die der aktuellen Sicherheitslage gerecht wird.

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte (CDU), hat in der Debatte um den neuen Wehrdienst eine klare Position bezogen. Er appellierte an Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), sich dem Ergebnis der kommenden parlamentarischen Beratungen zu beugen. Otte betonte gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, dass „jetzt die Stunde des Parlaments“ sei. Er führte weiter aus: „Gesetzesänderungen sind kein Misstrauensvotum gegenüber der Regierung, sondern Ausdruck gelebter parlamentarischer Verantwortung. Das muss die Exekutive aushalten.“

Otte forderte die Fraktionen auf, „eine Lösung zu erarbeiten, die der aktuellen Sicherheitslage gerecht wird – idealerweise mit einem skalierbaren Stufenmodell, das eine zielgerichtete und wirksame Umsetzung zur Stärkung der Truppe gewährleistet.“ Als Leitmotiv nannte er dabei eine „glaubwürdige Abschreckung“.

Die Äußerungen kommen, nachdem Minister Pistorius in einer SPD-Bundestagsfraktionssitzung einen bereits von den beiden Koalitionsfraktionen ausgehandelten Kompromiss kritisiert hatte. Dieser Entwurf sieht unter anderem ein Losverfahren vor. Eine für die Vorstellung geplante gemeinsame Pressekonferenz wurde kurzfristig abgesagt. Am Donnerstag steht Pistorius‘ Gesetzentwurf erstmalig zur Beratung im Bundestag an.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)

Die wichtigsten Baden-Württemberg-News zuerst

Bleiben Sie bei Nachrichten, Wetter, Verkehr, Verbraucherthemen und Freizeittipps aus Baden-Württemberg immer auf dem Laufenden. Legen Sie InsideBW als bevorzugte Quelle bei Google fest und sehen Sie unsere Inhalte künftig häufiger in den Google-Nachrichten.

Jetzt InsideBW.de bei Google bevorzugen

Methodik-Hinweis:
insideBW prüft Informationen nach redaktionellen Standards. Wie wir arbeiten? Mehr dazu: Quellen & Methodik .