Lucha warnt vor Versorgungslücke

380 Millionen Euro Soforthilfe: Land stützt Kommunen und Kliniken

380 Millionen Euro Soforthilfe: Land stützt Kommunen und Kliniken
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Angesichts steigender Kosten und wachsendem Druck in der sozialen Infrastruktur greift das Land Baden-Württemberg erneut tief in die Kasse: 380 Millionen Euro stellt die grün-schwarze Landesregierung kurzfristig bereit – für Kommunen, Menschen mit Behinderungen und wirtschaftlich angeschlagene Krankenhäuser.

230 Millionen Euro für Teilhabeleistungen

Ein zentraler Baustein: Die Kommunen erhalten 230 Millionen Euro als erhöhten Abschlag zur Entlastung bei der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG). Damit soll sichergestellt werden, dass Menschen mit Behinderungen weiterhin wohnortnah und zuverlässig unterstützt werden. Sozialminister Manne Lucha betonte am Freitag in Stuttgart:
„Wir lassen die Kommunen nicht im Regen stehen. Das Land übernimmt Verantwortung – gerade dort, wo es um vulnerable Menschen geht.“

150 Millionen Euro für Kliniken in Not

Auch die Kliniken profitieren: 150 Millionen Euro werden als vorgezogene Zahlung bereitgestellt. Ziel ist es, wirtschaftlich angeschlagene Krankenhäuser in einer „besonders herausfordernden Lage“ zu stabilisieren. Die Landesregierung sieht darin eine notwendige Soforthilfe, um die Gesundheitsversorgung aufrechtzuerhalten.

„Keine Einmalaktion“ – Land bleibt bei Zusagen

Lucha machte deutlich: Die Unterstützung ist kein einmaliges Signal. Bereits 2023 und 2024 habe das Land geliefert – jetzt folge ein weiterer Schritt:
„Teilhabe und Gesundheitsversorgung dürfen nicht am Geld scheitern. Wir handeln jetzt unverzüglich, damit die Hilfe dort ankommt, wo sie besonders dringend gebraucht wird.“

Appell nach Berlin

In Richtung Bundesregierung forderte Lucha mehr finanzielle Unterstützung für die soziale Infrastruktur:
„Gute soziale Infrastruktur ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Dafür brauchen wir die volle Unterstützung aus Berlin.“

Mit dem Hilfspaket bekräftigt das Land seinen Kurs: Hilfe für die Schwächsten – schnell und unbürokratisch. Ob das ausreicht, um Kliniken und Kommunen dauerhaft zu entlasten, bleibt offen.