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Feuer bedroht die Talstadt

Waldbrand bei Schramberg außer Kontrolle: Mehr als 160 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen

Ein Waldbrand bei Schramberg im Landkreis Rottweil fordert am Sonntagabend mehr als 160 Einsatzkräfte. Starker Wind erschwert die Löscharbeiten und kann das Feuer schnell weiter antreiben. Betroffen sind nach bisherigen Angaben rund zwei Hektar Wald. Für mehrere Orte gilt wegen des Rauchs eine wichtige Warnung. Verletzte wurden bislang nicht gemeldet.

Brennender Wald
Symbolbild
Foto: yelantsevv – stock.adobe.com

Waldbrand bei Schramberg breitet sich aus

Ein Waldbrand bei Schramberg hat am Sonntagabend, 16. August, einen Großeinsatz ausgelöst. Das Feuer brennt in einem Waldgebiet nahe der Lauterbacher Straße und war am Abend noch nicht unter Kontrolle. Nach den bislang vorliegenden Angaben sind rund zwei Hektar Waldfläche betroffen. Besonders problematisch ist der starke Wind. Er kann die Flammen schnell weitertragen und erschwert den Einsatzkräften die Arbeit.

Die Rauchentwicklung ist erheblich. Über Schramberg steht eine weithin sichtbare Rauchsäule. Berichte aus der Region zeigen, dass die Auswirkungen des Feuers auch deutlich außerhalb des unmittelbaren Brandgebiets wahrgenommen werden.

Mehr als 160 Einsatzkräfte vor Ort

Die Dimension des Einsatzes ist groß: Mehr als 160 Einsatzkräfte und 32 Fahrzeuge aus dem gesamten Landkreis Rottweil sowie aus angrenzenden Gebieten sind nach aktuellem Stand an der Brandbekämpfung beteiligt.

Neben der Feuerwehr sind weitere Hilfsorganisationen eingebunden. Das Technische Hilfswerk unterstützt unter anderem bei der Beleuchtung des Einsatzgebiets. Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes kümmern sich um die Absicherung und Versorgung der Einsatzkräfte.

Auch eine Drohne wird eingesetzt, um das Brandgebiet aus der Luft zu beobachten und die Lage besser einschätzen zu können. Ein Polizeihubschrauber überflog ebenfalls einen Randbereich des betroffenen Waldstücks.

Steiles Gelände macht Löscharbeiten schwierig

Eine zusätzliche Herausforderung ist das Gelände. Teile des Feuers befinden sich in einem steilen und schwer zugänglichen Waldstück zwischen Schramberg und Lauterbach.

Dadurch können die Feuerwehrleute nicht überall unmittelbar an die Flammen herankommen. Die Einsatzkräfte versuchen deshalb, den Brand von mehreren Seiten einzudämmen und eine weitere Ausbreitung in Richtung bebauter Bereiche zu verhindern. Ein Waldweg zwischen dem Feuer und den ersten Häusern spielt dabei nach den vorliegenden Informationen eine wichtige Rolle als natürliche Begrenzung. Aus dem Freibad Tennenbronn wird zudem Wasser für die Löscharbeiten entnommen.

Warnung für Schramberg, Sulgen, Tennenbronn und Lauterbach

Für die Bevölkerung ist vor allem die starke Rauchentwicklung relevant. Menschen in Schramberg-Tal, Sulgen, Tennenbronn und Lauterbach sollen vorsorglich Fenster und Türen geschlossen halten. Auch Klima- und Lüftungsanlagen sollen ausgeschaltet bleiben. Die Warnung gilt aufgrund der Rauch- und Geruchsbelastung durch den Waldbrand.

Wer nicht unmittelbar zum Einsatzgeschehen gehört, sollte den betroffenen Bereich meiden und die Zufahrtswege für Feuerwehr und Rettungskräfte freihalten.

Keine Verletzten gemeldet – Einsatz dürfte die Nacht dauern

Nach dem derzeit bekannten Stand gibt es keine Verletzten. Die Einsatzkräfte stellen sich jedoch auf einen langen Einsatz ein.

Wie schnell das Feuer unter Kontrolle gebracht werden kann, hängt auch von Wind und Wetter ab. Gerade die Kombination aus schwer zugänglichem Gelände und starkem Wind macht eine Prognose schwierig.

Zur Brandursache liegen bislang keine gesicherten Angaben vor. Spekulationen darüber wären deshalb verfrüht.

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