Baden-Württemberg will Start-ups, etablierte Unternehmen und Kapitalgeber enger miteinander vernetzen. Beim ersten Start-up BW Family Day in Stuttgart kamen rund 250 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Finanzierung, Beratung und Gründungsförderung zusammen. Im Mittelpunkt standen vor allem die Finanzierung junger Unternehmen, Kooperationen mit dem Mittelstand und die Frage, wie mehr privates Kapital für Start-ups mobilisiert werden kann.
Finanzierung bleibt ein zentrales Thema
Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums ging es in mehreren Sessions darum, wie Start-up-Finanzierungen über unterschiedliche Wachstumsphasen hinweg verbessert werden können. Diskutiert wurde außerdem, wie die Investorenlandschaft gestärkt und privates Kapital besser für junge Unternehmen aktiviert werden kann.
Ein weiterer Schwerpunkt war das sogenannte Venture Clienting. Dabei werden Start-ups gezielt als Technologie- und Lösungsanbieter für etablierte Unternehmen eingebunden. Das Land sieht darin eine Möglichkeit, neue Technologien schneller in die praktische Anwendung zu bringen und zugleich Kooperationen zwischen jungen und etablierten Unternehmen auszubauen.
L-Bank als Gastgeberin und Finanzierungspartner
Der erste Family Day fand bei der L-Bank in Stuttgart statt. Die Landesförderbank war zugleich inhaltlich in das Programm eingebunden. Neben klassischen Finanzierungsangeboten setzt die L-Bank nach eigenen Angaben auch auf die Vernetzung von Gründerinnen und Gründern mit Kapitalgebern, Wissensträgern und Unternehmen.
Das Format richtet sich nicht ausschließlich an Start-ups selbst. Eingeladen waren vor allem Multiplikatoren wie Start-up Hubs, Acceleratoren, Förder- und Finanzierungspartner, Beratungsinstitutionen und Unternehmen. Ziel ist es, Unterstützungsangebote besser miteinander zu verzahnen.
Start-up BW bündelt die Landesangebote
Unter der Landeskampagne Start-up BW bündelt Baden-Württemberg seine Programme für Gründungsberatung, Frühphasenfinanzierung, Acceleratoren, Wachstum und Vernetzung. Der Family Day soll künftig eine zusätzliche Plattform sein, auf der Akteure des Ökosystems konkrete Probleme und Lösungsansätze direkt miteinander diskutieren.





