Zwischen Frost und Federn

Vögel zählen in Baden-Württemberg: NABU bittet um Hilfe am Futterhaus

Vögel zählen in Baden-Württemberg: NABU bittet um Hilfe am Futterhaus
Stunde der Wintervögel
Foto: NABU/Sebastian Hennigs
Draußen klirrt der Frost und eine weiße Schneedecke überzieht das Land. Während viele Menschen die Wärme suchen, herrscht an den Futterhäusern im Südwesten reger Betrieb. Am kommenden Wochenende steht die traditionelle „Stunde der Wintervögel“ an. Der NABU Baden-Württemberg ruft dazu auf, eine Stunde lang die gefiederten Gäste im Garten oder Park zu erfassen und zu melden.
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Winterwetter lockt Vögel an

Die dicke Schneedecke und der anhaltende Frost machen die Nahrungssuche in der freien Natur derzeit schwierig. Das führt dazu, dass sich vermutlich deutlich mehr Meisen, Finken und Amseln an den Futterstellen in den Gärten zeigen werden.

Experten wie Stefan Bosch vom NABU beobachten solche Szenen derzeit häufiger. Wer mitmachen möchte, braucht nur eine Stunde Zeit. Ob man dabei warm eingepackt im Garten steht oder gemütlich mit einer Tasse Tee vom Sofa aus durch das Fenster schaut, spielt keine Rolle.

Tipps für die richtige Fütterung

Häufig wird bei der Fütterung zum falschen Produkt gegriffen. Die Fachleute raten dazu, auf Netze bei Meisenknödeln zu verzichten, da sich die Tiere darin verfangen können. Besser sind feste Futtersilos, in denen die Körner trocken bleiben. Besonders Sonnenblumenkerne sind bei fast allen Arten beliebt und liefern die nötige Energie für die kalten Nächte. Wer möchte, kann Fettfutter aus Rindertalg oder Kokosfett sogar selbst herstellen. Sauberkeit an der Futterstelle ist dabei oberstes Gebot.

Wissenschaft vor der Haustür

Die Aktion läuft vom 9. bis zum 11. Januar und gilt als größte wissenschaftliche Mitmachaktion des Landes. Im vergangenen Jahr beteiligten sich allein in Baden-Württemberg mehr als 14.000 Menschen an der Zählung. Gemeldet wird immer die höchste Anzahl einer Art, die gleichzeitig innerhalb einer Stunde zu sehen war.

NABU-App Vogelwelt
NABU-App Vogelwelt
Foto: NABU/Sebastian Hennigs

Die Daten helfen den Naturschützern dabei, Trends bei der Bestandsentwicklung der Vögel im Siedlungsraum frühzeitig zu erkennen. Die Beobachtungen können unter www.stundederwintervoegel.de und mit der App „NABU Vogelwelt“ bis zum 19. Januar gemeldet werden.

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