Winterwetter lockt Vögel an
Die dicke Schneedecke und der anhaltende Frost machen die Nahrungssuche in der freien Natur derzeit schwierig. Das führt dazu, dass sich vermutlich deutlich mehr Meisen, Finken und Amseln an den Futterstellen in den Gärten zeigen werden.
Experten wie Stefan Bosch vom NABU beobachten solche Szenen derzeit häufiger. Wer mitmachen möchte, braucht nur eine Stunde Zeit. Ob man dabei warm eingepackt im Garten steht oder gemütlich mit einer Tasse Tee vom Sofa aus durch das Fenster schaut, spielt keine Rolle.
Tipps für die richtige Fütterung
Häufig wird bei der Fütterung zum falschen Produkt gegriffen. Die Fachleute raten dazu, auf Netze bei Meisenknödeln zu verzichten, da sich die Tiere darin verfangen können. Besser sind feste Futtersilos, in denen die Körner trocken bleiben. Besonders Sonnenblumenkerne sind bei fast allen Arten beliebt und liefern die nötige Energie für die kalten Nächte. Wer möchte, kann Fettfutter aus Rindertalg oder Kokosfett sogar selbst herstellen. Sauberkeit an der Futterstelle ist dabei oberstes Gebot.
Wissenschaft vor der Haustür
Die Aktion läuft vom 9. bis zum 11. Januar und gilt als größte wissenschaftliche Mitmachaktion des Landes. Im vergangenen Jahr beteiligten sich allein in Baden-Württemberg mehr als 14.000 Menschen an der Zählung. Gemeldet wird immer die höchste Anzahl einer Art, die gleichzeitig innerhalb einer Stunde zu sehen war.
Foto: NABU/Sebastian Hennigs
Die Daten helfen den Naturschützern dabei, Trends bei der Bestandsentwicklung der Vögel im Siedlungsraum frühzeitig zu erkennen. Die Beobachtungen können unter www.stundederwintervoegel.de und mit der App „NABU Vogelwelt“ bis zum 19. Januar gemeldet werden.