Teheran: Proteste im Iran nehmen zu
Protestlage im Iran
In Teheran und anderen Städten setzten sich die Proteste fort, oft in verstreuten Gruppen. Die Todesopferzahl kletterte auf mindestens 116, und die Behörden meldeten mehr als 2.600 Festnahmen.
Unter den Toten waren sieben Minderjährige; vier Tote gehörten nicht zu Protestierenden. 37 Mann aus Sicherheitskräften starben und einer war Staatsanwalt. Von 2.638 Festgenommenen konnten 628 identifiziert werden, weitere 2.010 Fälle blieben unklar.
Datenlage und Alltag
Augenzeugen berichten, Teheran verzeichnete vorwiegend verstreute, kurze Versammlungen, die von einer starken Präsenz der Sicherheitskräfte begleitet wurden. Berichte über Überwachungsdrohnen und Bewegungen von Kräften in der Nähe der Protestorte deuten auf anhaltende Überwachung, während Proteste auch in dutzenden anderen Städten gemeldet werden.
Nach Internetsperren haben sich einige regierungsnahe Medien wieder gemeldet und verbreiteten Bilder, während Menschenrechtler brutales Vorgehen der Behörden anprangern. Am 28. Dezember hatten die Proteste in Teheran begonnen, ausgelöst durch den Zusammenbruch der Währung; der Rial ist praktisch wertlos geworden. Die Versorgungslage hat sich verschlechtert.
Die Beobachtungen zeigen, dass viele Betroffene unsicher bleiben: Familien, Pendler und Arbeitnehmer spüren die Auswirkungen der anhaltenden Spannungen im täglichen Leben, während die Versorgungslage unter Druck bleibt und internationale Märkte die Währung belasten.
Ausblick
Die Lage bleibt volatil, während Behörden betonen, dass Stabilität gewahrt wird. Menschenrechtler warnen vor brutalem Vorgehen und fordern transparente Informationen. Die nächsten Wochen dürften zeigen, wie sich Protesten und Wirtschaftsbelastungen weiter entwickeln.
Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt
