Teheran, Iran: Proteste verschärfen sich
Lage vor Ort
Nach Angaben der Menschenrechtsorganisationen ist die Zahl der Todesopfer im Iran in den letzten Tagen auf mindestens 116 gestiegen. In Teheran sollen die Demonstrationen größtenteils aus verstreuten Versammlungen bestanden haben, begleitet von einer deutlichen Präsenz der Sicherheitskräfte und von Überwachungsdrohnen.
Festgenommen wurden laut Meldung der Behörden 2.638 Personen, davon 628 identifiziert; 2.010 Fälle sind ohne nähere Angaben erfasst. Unter den Opfern sollen sieben unter 18 Jahre alt gewesen sein; vier Personen, darunter medizinisches Personal, gehörten nicht zu den Protestierenden.
Die Proteste begannen in Teheran am 28. Dezember, ausgelöst durch den Zusammenbruch der iranischen Währung. Der Rial ist auf internationalen Märkten stark gefallen und die Versorgungslage hat sich verschlechtert. Berichte über Überwachung und Bewegungen von Sicherheitskräften in der Nähe von Protestorten zeigten anhaltende Präsenz.
Auch außerhalb Teherans wurden Proteste gemeldet. Trotz einer Internet-Sperre nehmen einige regierungsnahe Medien wieder Bilder und Berichte auf, während Menschenrechtler Brutalität der Behörden anprangern.
Lage bleibt volatil und beeinflusst den Alltag spürbar: In der Hauptstadt und in anderen Städten ist mit Einschränkungen im täglichen Leben zu rechnen. Über die Entwicklung berichten die Behörden und Menschenrechtler unabhängig voneinander.
Auswirkungen auf den Alltag
Die Situation wirkt sich direkt auf Pendler, Geschäfte und Familien aus. Öffentliche Räume fühlen sich unter Beobachtung an, und viele nutzen leichtere Fahrten oder bleiben zu Hause, wenn Unruhe herrscht.
In den Wochen um den Jahreswechsel kam es zu Engpässen bei Informations- und Versorgungsströmen, was den Alltag weiter belastet. Die Nachrichtenlage bleibt uneinheitlich, während weiter Beobachter Berichte sammeln.
Hintergrund
Seit dem Zusammenbruch der iranischen Währung hat sich die Lage verschärft. Die Versorgungslage verschlechtert sich, und internationale Reaktionen bleiben gemischt. Von einer Fortsetzung der Proteste wird ausgegangen, während die Behörden Sicherheitsmaßnahmen fortsetzen.
