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Ermittlungen nach Schüssen auf Auto

Stuttgart-Weilimdorf: Zwei Tatverdächtige nach Schüssen in Haft

Mehr als zwei Monate nach Schüssen auf ein Auto in Stuttgart-Weilimdorf sitzen zwei junge Männer in Untersuchungshaft. Ermittler durchsuchten mehrere Gebäude; bei einem weiteren Jugendlichen ist eine Verbindung zur Tat noch offen.

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Polizei-Symbolbild zu Ermittlungen nach Schüssen in Stuttgart-Weilimdorf
Symbolbild
Foto: Polizei BW

Die Festnahmen erfolgten am Mittwoch, 21. Oktober 2026. Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Stuttgart richten sich die Ermittlungen gegen einen 18- und einen 19-Jährigen. Ihnen wird vorgeworfen, am 11. August in der Engelbergstraße auf ein Fahrzeug geschossen und dabei einen 22 Jahre alten Mann verletzt zu haben. Beide Männer gelten als tatverdächtig; über eine Schuld ist nicht entschieden.

Durchsuchungen in drei Stuttgarter Stadtbezirken

Die Kriminalpolizei führte ihre Ermittlungen nach eigenen Angaben zu den beiden jungen Männern. Einsatzkräfte nahmen sie in Stuttgart fest und durchsuchten Gebäude in Weilimdorf-Giebel, Obertürkheim und Vaihingen. Bei den Festnahmen waren auch Spezialkräfte eingesetzt.

Die Beamten beschlagnahmten verschiedene Beweismittel. Welche Gegenstände unmittelbar mit den Schüssen zusammenhängen könnten, teilten die Behörden nicht mit. Ihre Auswertung dauert an. Damit bleibt ein wesentlicher Teil des Ermittlungsstands offen.

Zweiter Verletzter wurde erst später bekannt

Die erste Polizeimeldung vom 12. August nannte einen verletzten 22-Jährigen. Zeugen hatten am Vorabend gegen 20.50 Uhr nahe der Stadtbahnhaltestelle Salamanderweg Schüsse gehört. Nach den damaligen Erkenntnissen hatten Unbekannte auf einen Nissan geschossen; die sofortige Fahndung blieb ohne Erfolg.

Im weiteren Verlauf stießen die Ermittler laut der neuen Mitteilung auf einen zweiten Verletzten. Ein 20-Jähriger soll bei den Schüssen leicht verletzt worden sein. Nähere Angaben zu seiner Rolle oder dazu, weshalb dies erst später bekannt wurde, machten Polizei und Staatsanwaltschaft nicht.

Rolle eines 17-Jährigen bleibt ungeklärt

Hinweise auf ein mögliches Waffenversteck führten die Polizei außerdem zu einer Wohnung in Stuttgart-Vaihingen. Dort stellten die Beamten unter anderem scharfe Patronenmunition, Schreckschusswaffen und mutmaßliches Falschgeld sicher. Die Wohnung war einem 17-Jährigen zugeordnet.

Der Jugendliche wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß gesetzt. Ob er mit den Schüssen im August in Verbindung steht, ist ausdrücklich Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Aus den sichergestellten Gegenständen allein lässt sich eine Beteiligung nicht ableiten.

Haftbefehle sind noch kein Urteil

Der 18- und der 19-Jährige wurden am Donnerstag, 22. Oktober, einem Haftrichter vorgeführt. Dieser setzte bereits erlassene Haftbefehle in Vollzug. Die konkreten Haftgründe nannten die Behörden in ihrer Mitteilung nicht.

Untersuchungshaft setzt nach Paragraf 112 der Strafprozessordnung einen dringenden Tatverdacht und einen gesetzlichen Haftgrund voraus; sie ist keine strafrechtliche Verurteilung. Für beide Beschuldigte gilt die Unschuldsvermutung. Als nächster überprüfbarer Schritt bleibt die Auswertung der bei den Durchsuchungen gesicherten Beweismittel.

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Polizeipräsidium Stuttgart, Folgemeldung vom 23.10.2026; Polizeipräsidium Stuttgart, Erstmeldung vom 12.08.2026; Strafprozessordnung § 112

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