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Mutmaßlicher Cybertrading-Betrug

Stuttgart: Krypto-Anlagebetrug kostet Mann rund 250.000 Euro

Ein 73-Jähriger aus Stuttgart überwies rund 250.000 Euro an mutmaßliche Anlagebetrüger. Der Fall zeigt typische Warnsignale – und welche Schritte Betroffene sofort einleiten sollten.

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Polizei-Symbolbild zu einem Bericht über Krypto-Anlagebetrug in Stuttgart
Symbolbild
Foto: Polizei BW

Rund 250.000 Euro sind weg: Ein 73-jähriger Mann aus Stuttgart-Bad Cannstatt ist nach Angaben des Polizeipräsidiums Stuttgart über Monate auf einen mutmaßlichen Krypto-Anlagebetrug hereingefallen. Entscheidend für andere Anleger ist weniger das vermeintliche Finanzprodukt als der Ablauf: Kontakt über soziale Medien, persönliche Betreuung per Messenger, vorgetäuschte Gewinne und immer neue Überweisungen.

Der Kontakt begann in sozialen Medien

Nach Angaben der Polizei war der Mann im März 2025 über soziale Medien auf Krypto-Investitionen aufmerksam geworden. Später meldete sich ein angeblicher Steuerberater. Über einen Messengerdienst erhielt der Betroffene wiederholt Anweisungen, Geld auf verschiedene Konten zu überweisen.

Die Täter sollen ihm Gewinne vorgetäuscht und ihn so zu weiteren Zahlungen bewegt haben. Insgesamt überwies der Mann nach Polizeiangaben rund 250.000 Euro. Erst später bemerkte er den Betrug und erstattete Anzeige. Ob und in welchem Umfang Geld zurückgeholt werden kann, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Auch zu Tatverdächtigen oder zum Stand der Ermittlungen machte die Polizei keine weiteren Angaben.

Warum professionelles Auftreten kein Seriositätsbeweis ist

Die polizeiliche Kriminalprävention beschreibt ein wiederkehrendes Muster: Betrügerische Plattformen sehen professionell aus, zeigen fingierte Kontostände und vermitteln den Eindruck, dass Einzahlungen Gewinne erzielen. Teilweise werden anfangs sogar kleine Beträge ausgezahlt. Das schafft Vertrauen und soll zu höheren Überweisungen verleiten.

Ein Warnsignal ist, wenn angebliche Berater Druck ausüben oder für eine Auszahlung zusätzliche Steuern, Gebühren oder Provisionen verlangen. Seriöse Renditen lassen sich nicht garantieren. Auch positive Bewertungen, bekannte Werbegesichter oder eine überzeugend gestaltete Website ersetzen keine unabhängige Prüfung des Anbieters.

Vor einer Einzahlung empfiehlt die Polizei unter anderem, Anbieterangaben und Regulierung zu kontrollieren. Eine behauptete Lizenz genügt nicht. Wer zur Installation einer Fernzugriffssoftware aufgefordert wird oder Zugangsdaten zum Onlinebanking preisgeben soll, sollte den Vorgang abbrechen.

Diese Schritte sind nach einer Überweisung wichtig

Wer einen Betrug vermutet, sollte kein weiteres Geld überweisen – auch nicht für angebliche Freischaltungen oder die Rückholung früherer Zahlungen. Die Polizei rät, den Kontakt abzubrechen und umgehend die eigene Bank oder den Zahlungsdienstleister zu informieren. Je schneller das geschieht, desto eher können Überweisungen möglicherweise noch gestoppt oder Konten gesichert werden.

Chats, E-Mails, Screenshots der Plattform und Überweisungsbelege sollten nicht gelöscht werden. Sie können für eine Strafanzeige und die Ermittlungen wichtig sein. Vorsicht ist zudem bei späteren Hilfsangeboten geboten: Beim sogenannten Recovery Scam versprechen Kriminelle gegen eine weitere Gebühr, verlorenes Geld zurückzuholen.

Dass ähnliche Betrugsmodelle auch außerhalb Stuttgarts auftreten, zeigt ein früherer Fall von Online-Anlagebetrug in Winterbach. Für Betroffene zählt nach dem ersten Verdacht vor allem der nächste überprüfbare Schritt: Zahlungen stoppen, Beweise sichern und Anzeige erstatten.

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