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Telefonbetrug in Zuffenhausen

Stuttgart: Betrüger holt Bankkarte ab – was Betroffene sofort tun sollten

Ein falscher Bankmitarbeiter hat eine Seniorin in Stuttgart-Zuffenhausen um mehrere Tausend Euro gebracht. Die Polizei sucht Zeugen. Entscheidend: Banken verlangen niemals PIN oder Karte – nach einer Übergabe sollten Betroffene sofort sperren lassen und Anzeige erstatten.

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Polizeifahrzeug in Baden-Württemberg, Symbolbild
Symbolbild
Foto: Polizei BW

Der Anruf klang nach Hilfe: Angeblich seien verdächtige Abbuchungen aufgefallen. Tatsächlich begann damit ein Betrug, bei dem eine Seniorin aus Stuttgart-Zuffenhausen ihre Bankkarte verlor und um mehrere Tausend Euro gebracht wurde. Der Fall zeigt eine besonders gefährliche Kombination aus Telefonbetrug, Zeitdruck und persönlicher Abholung.

Erst der Anruf, dann steht ein Abholer vor der Tür

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Stuttgart meldete sich der unbekannte Anrufer am Mittwoch, 21. Oktober, gegen 18.25 Uhr. Er gab sich als Bankmitarbeiter aus und behauptete, auf dem Konto der Frau seien verdächtige Abbuchungen festgestellt worden.

Die Seniorin teilte am Telefon ihre PIN mit. Wenig später übergab sie ihre Bankkarte in der Besigheimer Straße an einen Mann, der sich ebenfalls als Bankmitarbeiter ausgab. Zudem sollte sie weiteres Geld auf das vermeintlich betroffene Konto überweisen. Als sie anschließend ihre Online-Banking-App öffnete, bemerkte sie den Betrug. Die Polizei beziffert den Schaden auf mehrere Tausend Euro.

Der Abholer soll etwa 30 bis 35 Jahre alt und ungefähr 1,78 Meter groß gewesen sein. Er war schwarz gekleidet und hatte kurze Haare. Diese Beschreibung beruht auf dem derzeitigen Ermittlungsstand; die Identität des Mannes ist nicht bekannt.

Eine echte Bank verlangt weder PIN noch Karte

Die Polizeiliche Kriminalprävention stellt klar: Weder Banken noch Kreditkartenunternehmen fragen rechtmäßig nach der persönlichen PIN. Auch angebliche Sicherheitsprobleme sind kein Grund, Zugangsdaten am Telefon herauszugeben oder eine Karte an der Haustür zu übergeben.

Wer einen solchen Anruf erhält, sollte das Gespräch beenden und die Bank ausschließlich über eine selbst recherchierte oder auf der Karte angegebene Nummer kontaktieren. Rückrufe über eine vom Anrufer genannte Nummer sind keine verlässliche Kontrolle. Wichtig ist außerdem, Angehörige über die Masche zu informieren, ohne Betroffene für ihre Reaktion verantwortlich zu machen: Die Täter bauen gezielt Druck auf und inszenieren eine akute Gefahr für das Konto.

Nach einer Übergabe zählt jede Minute

Ist die Karte weg oder wurde die PIN genannt, sollte die Karte sofort bei der Bank oder über den zentralen Sperr-Notruf 116 116 gesperrt werden. Anschließend sollten Betroffene Konto und Online-Banking prüfen, auffällige Buchungen dokumentieren und Anzeige bei der Polizei erstatten. Bei einer laufenden Übergabe oder wenn der Täter noch in der Nähe sein könnte, ist der Polizeinotruf 110 zuständig.

Zeugen oder mögliche weitere Geschädigte des aktuellen Falls können sich unter 0711 8990-5778 bei der Kriminalpolizei melden. Ein ähnlicher Telefonbetrug in Sindelfingen zeigt, dass Täter ihre Geschichten wechseln, das Ziel aber gleich bleibt: Zugang zu Karte, PIN oder Online-Banking zu erhalten.

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