Umzugs-Idee, App-Match – aber ohne Investment

Pakete per Mitfahrt: MUVN bei „Höhle der Löwen“ will Leerfahrten nutze – doch gibt es in der Löwenhöhle einen Deal

Foto: Foto: RTL / Stefan Gregorowius

Smarte Sharing-Idee in Folge 3 der 18. Staffel: MUVN verbindet Menschen mit freiem Kofferraum und solche, die etwas transportieren lassen wollen – vom Beistelltisch bis zur Bassbox. Die Gründer Katharina Kreutzer (26), Massimo Sabatino (28) und Emre Aydin (31) setzen auf Routen-Sharing, verifizierte Nutzer, Bewertungen und optionale Versicherung. Ziel: Fahrten effizienter machen, Kosten senken und CO₂ sparen. In der Höhle blieb’s trotzdem bei Applaus – ohne Deal.

Die Idee: Mitfahrgelegenheit – für Dinge

Der Auslöser ist alltagsnah: Beim Umzug nach Hamburg fand Katharina keine bezahlbare, flexible Lösung – Freund:innen retteten mit Privat-PKWs. Aus dem Improvisationsakt wurde ein Konzept: Fahrer stellen ihre Route ein, Versender buchen einen Platz im Auto. So wird ungenutzter Raum monetarisiert, und Pakete, Pflanzen oder Kleinmöbel kommen günstig von A nach B.

So funktioniert MUVN

  • App/Plattform: Fahrer bieten Strecken & Zeiten an, Versender stellen Gesuche ein oder suchen passende Fahrten.
  • Abwicklung: Auftrag in der App anfragen, annehmen, Übergabe vereinbaren.
  • Sicherheit: Verifizierte Profile, Bewertungssystem, optionale Versicherung (laut Pitch).
  • Nachhaltigkeit: Nutzung ohnehin geplanter Fahrten → weniger Leerfahrten, geringere Emissionen.

Typische Use-Cases: Umzugskisten, Kleinmöbel, Sportgeräte, Flohmarkt-/Kleinanzeigen-Funde – also alles, was in einen normalen Pkw passt und ohne Sperrgutlogistik auskommt.

Der Pitch: Ambitionierte Bewertung – und am Ende kein Deal

Gefordert waren 300.000 Euro – und zwar (laut Sendungspitch) für 5 % der Anteile. Das entspricht einer impliziten Bewertung von ~6 Mio. Euro. Am Panel: Carsten Maschmeyer, Frank Thelen, Ralf Dümmel, Judith Williams, Dagmar Wöhrl.
Die Löwen mochten Problem & Produktlogik, hakten aber bei Skalierung, Haftung, Einhaltung von Terminen/Übergaben und der Marktplatz-Ökonomie nach (Henne-Ei-Problem, lokale Dichte). Ergebnis: Kein Deal.

Katharina Kreutzer, Massimo Sabatino (l.) und Emre Aydin präsentieren den „Löwen“ mit Muvn eine Mitfahrgelegenheit für Gegenstände. Sie erhoffen sich ein Investment von 300.000 Euro für 5 Prozent der Firmenanteile.+++ Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf RTL+ gestattet. +++

Warum MUVN trotzdem eine Chance hat

  • Preisvorteil & Flexibilität gegenüber klassischer Spedition/Kurier – besonders kurzfristig und auf Nebenstrecken.
  • Netzwerk-Effekt: Je mehr Fahrer/Versender, desto besser die Trefferquote – das kann lokal schnell kippen.
  • Green Angle: CO₂-Story durch Auslastung geplanter Fahrten ist nachvollziehbar.

Knackpunkte bleiben Vertrauen, Schadensfälle, No-Shows und der operative Standard (Bezahlung, Beleg, Versicherung). Wer diese Risiken sauber löst, kann das Modell in Uni-Städten und Ballungsräumen zünden.

Key Facts zu MUVN

  • Gründer:innen: Katharina Kreutzer (26), Massimo Sabatino (28), Emre Aydin (31)
  • Produkt: Marktplatz/App für Mitfahrgelegenheiten von Gegenständen
  • Nutzen: Geld verdienen als Fahrer · günstiger & flexibler Versand · verifizierte Nutzer, Bewertungen, optionale Versicherung
  • Pitch (DHDL 08.09.2025): 300.000 € für 5 % (impl. Bewertung ~6,0 Mio. €)
  • Deal: Kein Deal
  • Website & Social: muvn.deInstagramTikTok LinkedIn