Der Karlsruher SC bekommt kaum Zeit, die deutliche Niederlage in Magdeburg aufzuarbeiten. Schon am Dienstag, 27. Oktober, steht die zweite Runde des DFB-Pokals an. Um 20.45 Uhr tritt der Zweitligist im ista-Borussia-Park gegen Borussia Mönchengladbach an. Das DFB-Datencenter führt die Begegnung als eines der vier späten Dienstagsspiele; übertragen wird sie bei Sky.
Für den KSC ist die Partie mehr als ein üblicher Pokalabend. Nach dem 1:6 beim 1. FC Magdeburg muss die Mannschaft innerhalb weniger Tage eine Reaktion zeigen. Vier Gegentore innerhalb von 15 Minuten hatten den Karlsruhern am Samstag jede Chance genommen.
Senft fordert mehr Stabilität
KSC-Trainer Max Senft sprach vor dem Pokalspiel offen über die Leistungsschwankungen seiner Mannschaft. Die Ursachen sieht er sowohl im gemeinsamen Defensiv- und Pressingverhalten als auch in individuellen Entscheidungen. Für den Auftritt in Mönchengladbach verlangt er vor allem, dass sein Team stabiler auf unterschiedliche Spielphasen reagiert.
Der Wettbewerbswechsel kann dabei helfen: Statt einer langen Trainingswoche folgt sofort ein K.-o.-Spiel. Eine Niederlage beendet den Pokalweg, ein Sieg bringt den KSC ins Achtelfinale. Die Rollen sind dennoch klar verteilt. Gladbach spielt in der Bundesliga und hat Heimrecht; Karlsruhe reist als Außenseiter an.
Drei Einsätze sind noch offen
Fest steht bereits, dass Moritz Broschinski und Héliton verletzungsbedingt fehlen. Hinter Torhüter Hansi Bernat, Sebastian Jung und Rafael Pinto Pedrosa stehen nach Angaben des Vereins noch Fragezeichen. Bernat hat Rückenprobleme, Jung muskuläre Beschwerden und Pinto Pedrosa laboriert weiterhin an einer Außenbandverletzung aus dem Erstrundenspiel gegen Preußen Münster.
Gerade die offene Torwartfrage ist für die kurzfristige Vorbereitung relevant. Eine endgültige Aufstellung lag am Montagabend noch nicht vor. Der KSC hatte sich in der ersten Runde mit 2:1 in Münster durchgesetzt.
Neuauflage nach dem Aus im Vorjahr
Die Begegnung gab es an fast derselben Stelle bereits ein Jahr zuvor: Am 28. Oktober 2025 verlor Karlsruhe in der zweiten Pokalrunde mit 1:3 in Mönchengladbach. Diesmal trifft der KSC auf eine Borussia unter Trainer Alexander Blessin. Der gebürtige Stuttgarter übernahm das Team erst während der jüngsten Länderspielpause.
Auch personell gibt es Verbindungen zwischen beiden Clubs. KSC-Angreifer Shio Fukuda spielte früher für Mönchengladbach, während Linksverteidiger David Herold im vergangenen Transferfenster von Karlsruhe an den Niederrhein wechselte. Herold bestritt zuvor 95 Pflichtspiele für den KSC.
Die wichtigsten Daten zum Pokalspiel
- Begegnung: Borussia Mönchengladbach – Karlsruher SC
- Wettbewerb: DFB-Pokal, 2. Runde
- Termin: Dienstag, 27. Oktober 2026, 20.45 Uhr
- Spielort: ista-Borussia-Park, Mönchengladbach
- Übertragung: Sky
Spätestens mit dem Anpfiff endet die Aufarbeitung vom Samstag. Dann zählt für Karlsruhe nur, ob aus der geforderten Stabilität tatsächlich ein Pokalauftritt auf Augenhöhe wird.



