Bundeskanzler unter Druck

Merz erreicht Tiefstwert – Jeder Zweite will Koalitionspoker beenden

Merz erreicht Tiefstwert – Jeder Zweite will Koalitionspoker beenden

Bundeskanzler Friedrich Merz am 05.05.2026. (Symbolbild)

Die Zustimmungswerte für Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sind auf einem historischen Tiefpunkt angelangt. Nur noch 16 Prozent der Deutschen sind mit seiner Arbeit zufrieden, während die Unzufriedenheit auf 83 Prozent gestiegen ist. Diese Werte unterbieten sogar die schlechtesten Ergebnisse von Vorgänger Olaf Scholz. Auch die Ampel-Koalition selbst und deren Kommunikation werden massiv kritisiert.

Kanzler-Zustimmung bricht ein

Der „Deutschlandtrend“ der ARD malt ein düsteres Bild für Friedrich Merz. Nur ein Jahr nach seinem Amtsantritt hat der CDU-Kanzler den schlechtesten Zufriedenheitswert in der Geschichte der Umfrage erreicht. Von anfänglich 39 Prozent im Juni 2025 sind aktuell nur noch 16 Prozent zufrieden. Fast jeder Vierte hat seine Meinung in den letzten Monaten geändert, und zwar zum Negativen.

Die Mehrheit der Deutschen, 83 Prozent, ist unzufrieden mit Merz‘ politischer Arbeit. Damit liegt er nun hinter Olaf Scholz, dessen schlechtester Wert bei 18 Prozent lag. Die Befragung von Infratest-dimap unter 1.303 Wahlberechtigten offenbart zudem ein tiefes Vertrauensproblem: Nur noch 25 Prozent trauen Merz zu, dem Amt des Bundeskanzlers gewachsen zu sein. Ein Drittel weniger als noch im August 2025.

Koalition im Visier

Auch die Regierungskoalition aus Union und SPD steht in der Kritik. Vier von fünf Deutschen (84 Prozent) sind unzufrieden mit dem Umgang der Regierungsparteien untereinander. Die Art und Weise, wie die Regierung ihre Politik erklärt, überzeugt ebenfalls kaum: 87 Prozent bemängeln die Kommunikation. Kein Wunder, dass die Hälfte der Befragten (49 Prozent) kein Vertrauen mehr in die Fortführung der Legislatur unter dieser Konstellation hat.

Trotzdem halten die Anhänger der Regierungsparteien weitgehend zu ihren Parteien. Eine deutliche Mehrheit der Unions- (80 Prozent) und SPD-Wähler (77 Prozent) spricht sich für eine Fortsetzung der Koalition aus. Die Zustimmung zu Merz‘ Krisenmanagement ist auf 18 Prozent gesunken, seine überzeugende Kommunikation sehen nur noch 14 Prozent.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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