Kanzler-Zustimmung bricht ein
Der „Deutschlandtrend“ der ARD malt ein düsteres Bild für Friedrich Merz. Nur ein Jahr nach seinem Amtsantritt hat der CDU-Kanzler den schlechtesten Zufriedenheitswert in der Geschichte der Umfrage erreicht. Von anfänglich 39 Prozent im Juni 2025 sind aktuell nur noch 16 Prozent zufrieden. Fast jeder Vierte hat seine Meinung in den letzten Monaten geändert, und zwar zum Negativen.
Die Mehrheit der Deutschen, 83 Prozent, ist unzufrieden mit Merz‘ politischer Arbeit. Damit liegt er nun hinter Olaf Scholz, dessen schlechtester Wert bei 18 Prozent lag. Die Befragung von Infratest-dimap unter 1.303 Wahlberechtigten offenbart zudem ein tiefes Vertrauensproblem: Nur noch 25 Prozent trauen Merz zu, dem Amt des Bundeskanzlers gewachsen zu sein. Ein Drittel weniger als noch im August 2025.
Koalition im Visier
Auch die Regierungskoalition aus Union und SPD steht in der Kritik. Vier von fünf Deutschen (84 Prozent) sind unzufrieden mit dem Umgang der Regierungsparteien untereinander. Die Art und Weise, wie die Regierung ihre Politik erklärt, überzeugt ebenfalls kaum: 87 Prozent bemängeln die Kommunikation. Kein Wunder, dass die Hälfte der Befragten (49 Prozent) kein Vertrauen mehr in die Fortführung der Legislatur unter dieser Konstellation hat.
Trotzdem halten die Anhänger der Regierungsparteien weitgehend zu ihren Parteien. Eine deutliche Mehrheit der Unions- (80 Prozent) und SPD-Wähler (77 Prozent) spricht sich für eine Fortsetzung der Koalition aus. Die Zustimmung zu Merz‘ Krisenmanagement ist auf 18 Prozent gesunken, seine überzeugende Kommunikation sehen nur noch 14 Prozent.



