Wer nicht mitmacht, zahlt

250 Euro Bußgeld für Wehrdienst-Fragebogen-Verweigerer

Bundesverteidigungsministerium (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Junge Männer, die den obligatorischen Fragebogen für den neuen Wehrdienst ignorieren, müssen mit einem Bußgeld von 250 Euro rechnen. Das Verteidigungsministerium setzt damit eine klare Frist. Wer trotz Mahnungen keine Antwort gibt, dem droht die Strafe.

Bußgeld statt Ignoranz

Wer seinen Fragebogen zur Musterung nicht beantwortet, riskiert eine Geldstrafe. Laut „Spiegel“-Informationen aus dem Verteidigungsministerium drohen 250 Euro, wenn junge Männer mehrfach aufgefordert wurden und trotzdem nicht reagieren.

Eine höhere Strafe von bis zu 1.000 Euro wäre zwar möglich gewesen. Das Ministerium hat sich jedoch für einen deutlich niedrigeren Betrag entschieden, um die Hemmschwelle zu senken.

Hohe Beteiligung

Die Resonanz auf die freiwillige Abfrage zum möglichen Wiedereinstieg in den Wehrdienst ist beachtlich. Fünf Monate nach Start des Programms haben bereits 86 Prozent der angeschriebenen Männer den Fragebogen innerhalb der ersten vier Wochen ausgefüllt. Weitere fünf Prozent lieferten ihre Antworten nach einer ersten Mahnung, wie es aus dem Ministerium heißt. Mit einer Gesamtrücklaufquote von 91 Prozent zeigt man sich zufrieden.

Trotz der guten Zahlen wird weiterhin versucht, die verbleibenden Männer zur Teilnahme zu bewegen. Ein Bußgeld wird erst als letztes Mittel angewendet, wenn alle anderen Bemühungen verpuffen.

Grundsätzlich ist das Ausfüllen des Online-Fragebogens für männliche Wehrpflichtige verpflichtend. Für Frauen bleibt die Teilnahme freiwillig.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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