Bußgeld statt Ignoranz
Wer seinen Fragebogen zur Musterung nicht beantwortet, riskiert eine Geldstrafe. Laut „Spiegel“-Informationen aus dem Verteidigungsministerium drohen 250 Euro, wenn junge Männer mehrfach aufgefordert wurden und trotzdem nicht reagieren.
Eine höhere Strafe von bis zu 1.000 Euro wäre zwar möglich gewesen. Das Ministerium hat sich jedoch für einen deutlich niedrigeren Betrag entschieden, um die Hemmschwelle zu senken.
Hohe Beteiligung
Die Resonanz auf die freiwillige Abfrage zum möglichen Wiedereinstieg in den Wehrdienst ist beachtlich. Fünf Monate nach Start des Programms haben bereits 86 Prozent der angeschriebenen Männer den Fragebogen innerhalb der ersten vier Wochen ausgefüllt. Weitere fünf Prozent lieferten ihre Antworten nach einer ersten Mahnung, wie es aus dem Ministerium heißt. Mit einer Gesamtrücklaufquote von 91 Prozent zeigt man sich zufrieden.
Trotz der guten Zahlen wird weiterhin versucht, die verbleibenden Männer zur Teilnahme zu bewegen. Ein Bußgeld wird erst als letztes Mittel angewendet, wenn alle anderen Bemühungen verpuffen.
Grundsätzlich ist das Ausfüllen des Online-Fragebogens für männliche Wehrpflichtige verpflichtend. Für Frauen bleibt die Teilnahme freiwillig.



