Energiepreise belasten weiter

Dax gibt nach – Sorge vor Kriegsfolgen bremst Anleger

Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Der deutsche Leitindex Dax hat am Donnerstag deutlich an Wert verloren. Anleger reagieren verunsichert auf die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und die damit verbundenen Risiken für die Weltwirtschaft. Zwar sinken aktuell Gas- und Ölpreise, doch die Folgen der Konflikte sind noch nicht absehbar.

Börsenbeben im Nahen Osten

Der Dax fiel am Donnerstag deutlich und schloss bei 24.664 Punkten, was einem Minus von 1,0 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht. Bis zum frühen Nachmittag hatte der Index noch um den Schlussstand vom Mittwoch geschwankt, bevor er dann klar ins Minus drehte.

„Zu viel Porzellan wurde zerschlagen und die mittel- bis langfristigen Auswirkungen des Krieges auf die Konjunktur sind vollkommen offen“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Die Anleger sehen die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten nicht als Freifahrtschein für den Dax, um das Allzeithoch wieder anlaufen zu können.

Energiepreise bleiben Sorgenkind

Die Unternehmen hätten zwar bisher einen Großteil der Energiepreisanstiege abfedern können, doch diese Entwicklung dürfte sich angesichts der anhaltend hohen Ölpreise in den kommenden Monaten abschwächen. Lipkow warnt vor Zweitrundeneffekten, die bereits im Flugverkehr erkennbar seien.

„Der Dax befindet sich in einer Sondersituation, da vorrangig die Entwicklungen an den Energiemärkten auf die aktuelle Kursentwicklung einzahlen“, so der Analyst. Zwar sinken die Ölpreise, sie liegen aber immer noch deutlich höher als vor dem Ausbruch des Konflikts im Iran.

Hoffnung auf Entspannung

Die Nachricht, dass die Straße von Hormus bald wieder für den Schiffsverkehr geöffnet werden könnte, schürt zwar die Hoffnung auf eine nachhaltige Entspannung in der Region. Dennoch befürchten Investoren, dass dies zu Gewinnmitnahmen führen könnte, da ein weiterer Belastungsfaktor wegfällt und neue positive Impulse fehlen.

Kurz vor Handelsschluss waren die Papiere von Henkel, FMC und Continental gefragt, während Rheinmetall-Aktien das Schlusslicht bildeten.

Preissenkungen bei Gas und Öl

Unterdessen sanken die Gaspreise. Eine Megawattstunde Gas zur Lieferung im Juni kostete am Donnerstag ein Prozent weniger als am Vortag.

Auch der Ölpreis verbuchte deutliche Verluste. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent fiel um 10,5 Prozent.

Der Euro zeigte sich am Nachmittag etwas stärker und notierte bei 1,1764 US-Dollar.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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