Rheinland-Pfalz fordert Neuaufbau des Zivilschutzes

Mainz: SPD-Ministerpräsident fordert „Zeitenwende“ im Zivilschutz

Foto: Zivilschutz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) setzt sich für einen umfassenden Neuaufbau des Zivilschutzes in Deutschland ein. Er betont die Notwendigkeit einer „Zeitenwende“ in der Zivilen Verteidigung, ähnlich der bei der Bundeswehr. Jahrzehnte der „Friedensdividende“ hätten zu einem Rückbau geführt, der nun korrigiert werden müsse.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) fordert einen Neuaufbau des Zivilschutzes in Deutschland. „Nach der `Zeitenwende` in der Bundeswehr brauchen wir auch eine `Zeitenwende` in der Zivilen Verteidigung“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben).

Nach Ende des Kalten Krieges habe Deutschland Jahrzehnte von einer „Friedensdividende“ profitiert. Maßnahmen des Zivilschutzes seien zurückfahren oder ganz abgebaut worden. „Heute müssen wir wieder umsteuern und die Zivile Verteidigung im engen Schulterschluss zwischen Bund, Ländern und Kommunen neu denken“, sagte Schweitzer, der derzeit Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) in Mainz ist. Den Länderregierungschefs liegt zum Zivilschutz eine Beschlussvorlage aus Rheinland-Pfalz vor.

Es müssten Zuständigkeiten, neue Kooperationen und die Kostenverteilung geklärt werden, um in Friedenszeiten umfassend Vorsorge für äußere Krisen treffen zu können, so Schweitzer. Das betreffe etwa die Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen, Warnsysteme, Vorräte an Lebensmitteln, Medikamenten und Ausrüstung. Außerdem gehe es um die Sicherung schutzbedürftiger Infrastruktur und Absicherung von Kommunikationswegen sowie die Abwehr von Cyberangriffen und Sabotage.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)