Ein Ende für die Schufa-Macht
Die Linke legt nach im Streit um die Schufa. Der Bundesgeschäftsführer der Partei, Janis Ehling, hat klare Worte für die geplante Reform des Bonitätsscores gefunden: Die Auskunftei sei nicht reformierbar, sie müsse abgeschafft werden.
Ein privates Unternehmen sammle und speichere „intimste Informationen“ über Millionen Bürger, doch was genau mit diesen Daten geschehe, bleibe unklar. Ehling kritisierte zudem, dass der neue Score bestimmte Gruppen diskriminiere, ohne dass die prozentuale Gewichtung der einzelnen Faktoren transparent gemacht werde.
Staatliche Lösung statt Profitinteressen
Die Forderung der Linken geht in Richtung einer staatlichen Ablösung. Die Schufa solle als Aktiengesellschaft aufgelöst und durch eine neutrale, transparente Behörde ersetzt werden. Diese solle ähnlich wie eine Schuldnerberatung agieren und Menschen aktiv dabei unterstützen, aus finanziellen Schwierigkeiten herauszukommen.
Begründet wird diese Forderung mit der wachsenden Überschuldung in Deutschland. „Fast 6 Millionen Menschen sind überschuldet“, so Ehling. Steigende Lebenshaltungskosten für Mieten, Lebensmittel und Energie zwängen immer mehr Menschen dazu, selbst für kleinere Anschaffungen Kredite aufnehmen zu müssen.

