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Polizei sucht Zeugen und Videoaufnahmen

Karlsruhe: Mehr als 20 Autos aufgebrochen – diese Straßen sind betroffen

Mehr als 20 geparkte Autos sind zwischen dem 31. Oktober und dem 3. November in Karlsruhe-Hagsfeld und der Waldstadt gewaltsam geöffnet worden. Nach Angaben der Polizei liegt der Sach- und Diebstahlsschaden derzeit im unteren fünfstelligen Bereich. Ermittler suchen nun Menschen mit Beobachtungen oder Videoaufnahmen. Betroffen sind mehrere Straßen in beiden Stadtteilen. Was bislang bekannt ist – und wie Autofahrer das Risiko senken können.

Polizeifahrzeug – Symbolbild zu den Pkw-Aufbrüchen in Karlsruhe
Symbolbild
Foto: Polizei BW

Die Ermittlungen betreffen nicht nur einen einzelnen Parkplatz. Nach dem aktuellen Stand des Polizeipräsidiums Karlsruhe wurden Fahrzeuge an mehreren Stellen in Hagsfeld und der Waldstadt angegangen. Ob sämtliche Taten von denselben Personen begangen wurden, hat die Polizei bislang nicht mitgeteilt. Auch zu Tatzeiten, konkretem Diebesgut und der genauen Vorgehensweise liegen keine weitergehenden bestätigten Angaben vor.

Zwei Stadtteile und zahlreiche betroffene Straßen

In Hagsfeld registrierte die Polizei Fälle in der Gothaer Straße, der Schwetzinger Straße und der Karlsruher Straße. In der Waldstadt nennt sie die Elbinger Straße, Marie-Curie-Straße, Lauenburger Straße, Neisser Straße, Kösliner Straße, Lötzener Straße und Kolbergerstraße.

Unbekannte verschafften sich nach der Behördenmeldung gewaltsam Zugang zu mehr als 20 geparkten Fahrzeugen und durchsuchten sie nach Wertgegenständen. Die genannte Schadenssumme im unteren fünfstelligen Bereich umfasst laut Meldung Sach- und Diebstahlsschäden. Wie sich beide Anteile verteilen, ist offen.

Die Liste der Straßen beschreibt den bisherigen Ermittlungsstand. Sie belegt weder eine bestimmte Route noch einen einzelnen Täterkreis. Solche Schlussfolgerungen wären ohne weitere Angaben der Ermittler spekulativ.

Polizei sucht Beobachtungen und Videoaufnahmen

Das Polizeirevier Karlsruhe-Waldstadt hat die Ermittlungen übernommen. Gesucht werden Zeuginnen und Zeugen, die zwischen dem 31. Oktober und dem 3. November in den genannten Bereichen verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Besonders relevant können nach Angaben der Polizei vorhandene Videoaufnahmen sein.

Hinweise nimmt das Polizeirevier Waldstadt unter der Telefonnummer 0721 96718-0 entgegen. Wer Material besitzt, sollte Zeitpunkt und Aufnahmeort möglichst genau benennen können. Ob einzelne Aufnahmen für das Verfahren wichtig sind, bewertet die Polizei.

Warum auch versteckte Wertsachen keine Sicherheit bieten

Unabhängig von den aktuellen Ermittlungen warnt die Polizeiliche Kriminalprävention grundsätzlich davor, persönliche Gegenstände oder Dokumente im Auto zurückzulassen. Das gilt ausdrücklich auch dann, wenn sie von außen nicht sichtbar sind. Erfahrene Täter kennen nach Angaben der Beratungsstelle viele typische Verstecke.

Schon sichtbare Halterungen von Navigationsgeräten können darauf hindeuten, dass sich weiteres Zubehör im Fahrzeug befindet. Smartphones, Bargeld, Zahlungskarten, mobile Navigationsgeräte und persönliche Dokumente gehören deshalb nicht in ein abgestelltes Auto. Der Grundsatz der Polizei ist eindeutig: Ein Fahrzeug ist kein sicherer Aufbewahrungsort.

Vier Kontrollen vor dem Weggehen

Die Präventionshinweise der Polizei lassen sich auf vier praktische Schritte verdichten:

  • Innenraum leeren: Wertsachen, Taschen und Dokumente mitnehmen, nicht lediglich im Handschuhfach oder Kofferraum verstecken.
  • Vollständig schließen: Türen, Fenster, Schiebedach und Kofferraum kontrollieren – auch bei kurzer Abwesenheit.
  • Verriegelung prüfen: Nach dem Abschließen tatsächlich kontrollieren, ob das Fahrzeug verschlossen ist. Funkblocker können verhindern, dass das Signal des Schlüssels am Auto ankommt.
  • Abstellort bewusst wählen: Wenn möglich eine Garage, einen bewachten Parkplatz oder zumindest einen belebten und gut beleuchteten Standort nutzen.

Diese Empfehlungen erklären nicht, wie die Täter in Karlsruhe vorgegangen sind. Sie sind allgemeine Schutzmaßnahmen der Polizei und ersetzen keine Aufklärung des aktuellen Falls. Entscheidend für die laufenden Ermittlungen bleiben konkrete Beobachtungen und verwertbare Aufnahmen aus Hagsfeld und der Waldstadt.

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Polizeipräsidium Karlsruhe: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110972/6384064
Polizeiliche Kriminalprävention: https://www.polizei-beratung.de/aktuelles/detailansicht/diebe-haben-es-auf-wertsachen-in-kfz-abgesehen/

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