Von bester Film bis Make-up: Das düstere Werk dominiert die Anwärterliste für die 98. Oscar-Verleihung. Deutschland geht beim internationalen Film leer aus.

Horror-Schocker bricht Oscar-Rekord: „Blood and Sinners“ räumt 16 Nominierungen ab

Foto: Kino (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Ein neuer Rekord für das Horrorgenre: "Blood and Sinners" hat mit 16 Nominierungen die Academy of Motion Picture Arts and Sciences nachhaltig beeindruckt. Chancen auf den Hauptpreis, Auszeichnungen für Darsteller, Drehbuch und fast alle technischen Kategorien – der Film ist auf Rekordjagd. "In die Sonne schauen" aus Deutschland schafft es nicht in die Endauswahl.

Oscar-Flut für „Blood and Sinners“

Die Spannung vor der 98. Oscar-Verleihung hat sich gerade noch einmal deutlich erhöht. Mit sagenhaften 16 Nominierungen ist der Horrorfilm „Blood and Sinners“ einer der ganz großen Favoriten. Die Academy ehrt das Werk in nahezu jeder wichtigen Kategorie: vom besten Film über Regie, Schauspiel – sowohl Haupt- als auch Nebenrollen für Damen und Herren – bis hin zu Drehbuch, Kamera, Schnitt und Szenenbild.

Auch in den kreativen und technischen Bereichen glänzt der Film. Chancen auf einen goldenen Applaus gibt es für die Filmmusik, einen Filmsong, das Kostümdesign, Make-up und Hairstyling, den Ton, die visuellen Effekte und sogar für das Casting. Damit löst „Blood and Sinners“ die bisherigen Rekordhalter „All about Eve“ (1950), „Titanic“ (1998) und „La La Land“ (2017) ab, die es jeweils auf 14 Nominierungen brachten.

Deutsche Hoffnungen unerfüllt

Für den deutschen Beitrag „In die Sonne schauen“ von Mascha Schilinski ist der Traum vom Oscar im Rennen um den besten internationalen Film hingegen ausgeträumt. Die Academy entschied sich in dieser Kategorie für andere Werke aus Brasilien („The Secret Agent“), Frankreich („Ein einfacher Unfall“), Norwegen („Sentimental Value“), Spanien („Sirat“) und Tunesien („Die Stimme von Hind Rajab“).

Im Rennen um die beste Filmmusik kämpft der in Großbritannien lebende, deutsche Komponist Max Richter für seine Arbeit am Drama „Hamnet“ gegen starke Konkurrenz. Jerskin Fendrix für „Bugonia“, Alexandre Desplat für „Frankenstein“, Jonny Greenwood für „One Battle after Another“ und der Oscar-Gewinner von 2020, Ludwig Göransson, für eben jenen „Blood and Sinners“ sind seine Mitbewerber.

Die begehrte Trophäe für den besten Film könnte an eines der folgenden Werke gehen: „Bugonia“, „F1“, „Frankenstein“, „Hamnet“, „Marty Supreme“, „One Battle after Another“, „The Secret Agent“, „Sentimental Value“, „Blood and Sinners“ oder „Train Dreams“.

Im Schauspielbereich sind einige bekannte Gesichter nominiert: Jessie Buckley („Hamnet“), Rose Byrne („If I Had Legs I`d Kick You“), Kate Hudson („Song Sung Blue“), Renate Reinsve („Sentimental Value“) und Emma Stone („Bugonia“) hoffen auf die Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin. Bei den Herren konkurrieren Timothée Chalamet („Marty Supreme“), Leonardo DiCaprio („One Battle after Another“), Ethan Hawke („Blue Moon“), Michael Jordan („Blood and Sinners“) und Wagner Moura („The Secret Agent“) um die Trophäe.