Energieausgaben 43 Prozent über Vorkrisenniveau

Heizkosten bleiben hoch: Verivox-Analyse deckt massive Mehrbelastung auf

Heizkosten bleiben hoch: Verivox-Analyse deckt massive Mehrbelastung auf
Foto: Heizkessel im Altbau-Keller (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Vier Jahre nach Kriegsbeginn: Haushalte zahlen für Energie immer noch deutlich mehr als vor der Energiekrise. Besonders Heizkosten treiben die Kosten in die Höhe, während Strompreise stabil bleiben. Energieexperten sehen keine baldige Rückkehr auf das Vorkrisenniveau.

Weiterhin teuer heizen

Für einen Musterhaushalt mit drei Personen liegen die jährlichen Energiekosten im Februar 2026 bei 4.977 Euro. Das sind 856 Euro mehr als noch im Vorkriegsjahr 2021.

Besonders dramatisch entwickelt haben sich die Heizkosten. Wer mit Öl heizt, zahlt laut Verivox derzeit rund 29 Prozent mehr als vor der Energiekrise. Bei Gas sind die Kosten sogar um etwa 50 Prozent gestiegen, was bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch einem Aufschlag von über 650 Euro entspricht.

Kraftstoff teurer, Strom stabil

Auch an der Zapfsäule ist die Mehrbelastung spürbar. Benzin kostet rund 15 Prozent mehr als 2021, Diesel sogar 24 Prozent. Autofahrer zahlen im Schnitt heute etwa 17 Prozent mehr für Kraftstoff.

Nur beim Strom haben sich die Preise weitgehend stabilisiert. Ein Musterhaushalt zahlt hier kaum mehr als vor der Energiekrise. Wer mit einem günstigen Tarif versorgt wird, zahlt sogar rund 13 Prozent weniger.

CO2-Preis belastet fossile Energieträger

Energieexperte Thorsten Storck von Verivox führt die Stabilisierung der Strompreise auf milliardenschwere staatliche Zuschüsse zu den Netzentgelten und sinkende Großhandelspreise zurück. Bei Gas und Kraftstoffen sei eine Rückkehr auf das Vorkriegsniveau jedoch absehbar nicht in Sicht. Der gestiegene CO2-Preis verteuere fossile Energieträger spürbar.