Deutschlandkorb-Debatte in Hamburg

Hamburg: Deutschlandkorb-Debatte um Preisstabilität

Hamburg: Deutschlandkorb-Debatte um Preisstabilität
Foto: Joghurt in einem Supermarktregal (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

In Hamburg regt der SPD-Vorschlag zum sogenannten Deutschlandkorb eine Debatte über leistbares Essen an. Gegen Abend spüren Verbraucherinnen und Verbraucher im Alltag die Preissteigerungen bei Lebensmitteln. Die Verbraucherzentrale begrüßt den Vorstoß grundsätzlich, betont aber zugleich, dass Details fehlen. Der Vorstoß wurde von SPD-Fraktionsvize Esra Limbacher initiiert. Die Verbraucherzentrale verweist darauf, dass konkrete Maßnahmen benötigt werden, um eine preisstabile Grundversorgung sicherzustellen.

Hamburgs Debatte um den Deutschlandkorb

In Hamburg regt der SPD-Vorschlag zum sogenannten Deutschlandkorb eine Debatte über leistbares Essen an. Gegen Abend spüren Verbraucherinnen und Verbraucher im Alltag die Preissteigerungen bei Lebensmitteln. Die Verbraucherzentrale begrüßt den Vorstoß grundsätzlich, betont aber zugleich, dass Details fehlen. „Der Vorstoß zum `Deutschlandkorb` freut uns grundsätzlich“, sagte Lisa Völkel, Lebensmittel-Referentin bei der Verbraucherzentrale Bundesverband, dem „Spiegel“.

Sie ergänzt, dass es wichtig wäre, Maßnahme und Form konkret zu fassen. Wichtig ist: Die Details müssen klar sein. „Es ist sehr gut, dass jetzt überhaupt mal eine Maßnahme vorgeschlagen wird, um die Belastung der Verbraucher bei den hohen Lebensmittelpreisen zu senken.“ In den vergangenen fünf Jahren sei da sehr wenig gekommen. Wenn der „Deutschlandkorb“ in der Form wie in Griechenland umgesetzt werden könnte, wäre das ihrer Ansicht nach für Verbraucher tatsächlich hilfreich.

Der Vorschlag stammt von SPD-Fraktionsvize Esra Limbacher. „Nach dem Vorbild Griechenlands könnten Handelsketten freiwillig günstige und preisstabile Grundnahrungsmittel anbieten – produziert in Deutschland, leicht erkennbar im Regal“, schreibt er bei Instagram.

In der Perspektive der Ernährungssoziologin Pamela Kerschke-Risch von der Universität Hamburg bleibe das Signal wichtig. „Wichtig wäre, dass für den `Deutschlandkorb` auch gesunde Produkte ausgewählt würden, nicht so etwas wie billiges Schweinefleisch oder billiger Aufschnitt“, sagte sie. Gemüse und frische Kräuter seien wichtig. Sinnvoll sei es, mit dem „Deutschlandkorb“ einfache Kochrezepte zur Verfügung zu stellen. „Dann würden nicht nur die Produkte günstig angeboten, sondern die Schwelle, damit etwas Sinnvolles anzufangen, würde herabgesetzt.“ Das könne auch ein verbindendes Element sein, sodass nicht nur Menschen mit wenig Geld zum „Deutschlandkorb“ greifen. „Dann hätte der Korb kein Arme-Leute-Image, sondern könnte sehr cool werden.“

Ausblick und Umsetzung

Derzeit werden Debatten in Hamburg und bundesweit geführt, wie Verbraucherinnen und Verbraucher entlastet werden können, ohne gesunde Ernährung zu vernachlässigen. Die SPD plant weitere Schritte, während Details noch ausformuliert werden.

dts Nachrichtenagentur

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)