Bundesregierung schweigt zu Personalfragen
Ob Tricia Tuttle, die amerikanische Chefin der Berlinale, ihren Posten noch lange innehat, bleibt vorerst unklar. Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer gab sich am Mittwoch bedeckt und wollte entsprechende Medienberichte nicht kommentieren.
Medienberichten zufolge soll Kulturstaatsminister Wolfram Weimer die Abberufung von Tuttle planen. Als Auslöser für diesen Schritt werden die jüngsten Antisemitismusvorfälle während des Filmfestivals genannt. Offiziell bestätigt ist diese Darstellung bislang nicht.
Außerordentliche Sitzung bestätigt
Was Meyer jedoch bestätigen konnte: Am Donnerstagvormittag kommt der Aufsichtsrat der Berlinale-Trägergesellschaft zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Im Mittelpunkt der Beratungen soll die ‚zukünftige Ausrichtung der Berlinale‘ stehen. Dies lässt Spielraum für Interpretationen über die Personalie Tuttle.


