Gold trotzt DAX-Schwäche
Der deutsche Leitindex Dax startete am Montagmorgen verhalten in die neue Handelswoche. Mit 24.895 Punkten lag er am Vormittag nur unwesentlich unter dem Schlusskurs vom Freitag. Kleine Gewinne von fünf Punkten oder 0,02 Prozent spielten dabei kaum eine Rolle.
Weitaus spektakulärer fiel die Performance des Goldpreises aus. Bereits am frühen Morgen legte das Edelmetall kräftig zu und durchbrach die Marke von 5.000 US-Dollar pro Feinunze. Mit zuletzt 5.098 Dollar wurde ein neues Allzeithoch erreicht. Das entspricht einem Grammpreis von 138,40 Euro, ebenfalls ein Rekord.
Fokus auf Fed-Entscheidung
Die Anleger warten gespannt auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve am 28. Januar. Laut Stephan Kemper von BNP Paribas findet diese unter „historisch einmaligen und brisanten Vorzeichen“ statt. Hintergrund sind laut Kemper „Vorladungen gegen Powell“, die er als „direkten Angriff auf die Unabhängigkeit der US-Notenbank“ betrachtet. Powell habe aber klar signalisiert, dass er an einer „evidenzbasierte Zinspolitik gegen politische Einschüchterung“ festhalten wolle.
Obwohl das offizielle Inflationsziel der Fed bei zwei Prozent liegt, habe sie sich faktisch mit einer Teuerung nahe drei Prozent arrangiert, um den Arbeitsmarkt zu stabilisieren. Kemper erwartet, dass diese „weiche“ Haltung auch unter neuer Führung Bestand haben wird.
Bankentitel gefragt
Zu Handelsbeginn zeigten sich insbesondere Bankentitel gefragt. Commerzbank und Deutsche Bank legten gegen den allgemeinen Trend deutlich zu. Deutliche Abschläge gab es hingegen bei Schwergewichten wie Airbus und Daimler Truck.
Die europäische Gemeinschaftswährung, der Euro, präsentierte sich am Montagmorgen schwächer. Ein Euro war für 1,1842 US-Dollar zu haben.

