Trump-Preis schockt Brüssel
Die Weltfußballverband Fifa hat Donald Trump jüngst mit einem „Fifa Peace Prize“ geehrt. Diese Entscheidung stößt bei vielen EU-Abgeordneten auf scharfe Kritik. In einem Schreiben an die UEFA, über das der „Spiegel“ berichtet, warnen die Parlamentarier vor einer gefährlichen Signalwirkung.
Vertreter verschiedener Fraktionen, darunter Grüne, Sozialdemokraten, Liberale und Linke, äußern in dem Schreiben ihre Besorgnis. Sie sehen zentrale Werte des Fußballs in Gefahr. Insbesondere die Haltung der USA während der Amtszeit Trumps, die zweifel an völkerrechtlicher Achtung, demokratischen Standards und dem Selbstbestimmungsrecht aufkommen lasse, wird kritisiert.
Als Beispiel führen die Abgeordneten die wiederholten Äußerungen im Zusammenhang mit Grönland an. Die Bevölkerung sei teilweise wie ein „strategisches oder wirtschaftliches Gut“ behandelt worden, anstatt als eine Gemeinschaft mit dem Recht auf eigene Entscheidungen. Die Ausrichtung der WM 2026 dürfe derartige Haltungen nicht „normalisieren oder legitimieren“.
Die Unterzeichner fordern die UEFA auf, Farbe zu bekennen. Mögliche Konsequenzen, bis hin zu einem Boykott der WM 2026, sollen geprüft werden. Zu den Erstunterzeichnern zählen unter anderem der Grüne Rasmus Andresen und der Sozialdemokrat Matthias Ecke.
