Brandstiftung nach Familienstreit vermutet

Ermittlungen in Appenweier: Ehemann nach Gebäudebrand in U-Haft

Foto: Foto: Polizei BW

Nach einem verheerenden Gebäudebrand am Sonntagabend in Appenweier sitzt nun der 43-jährige Ehemann in Untersuchungshaft. Die Kriminalpolizei geht von Brandstiftung nach einem Familienstreit aus.

In Appenweier wurde ein Großbrand am Sonntagabend zum Gegenstand intensiver Ermittlungen. Gegen 22:40 Uhr meldeten Anwohner der Straße „Am Kirchplatz“ ein Feuer, das sich rasch zu einem Vollbrand eines Wohnhauses und eines Nebengebäudes entwickelte. Der Feuerwehr gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf ein angrenzendes Wohngebäude zu verhindern.

Verheerendes Feuer und Großeinsatz

Glücklicherweise kamen bei dem Brand keine Personen zu Schaden. Die Feuerwehr Appenweier, unterstützt von den Wehren aus Kehl und Renchen, war mit insgesamt 91 Einsatzkräften bis in die frühen Morgenstunden mit den Löscharbeiten beschäftigt. Auch der Rettungsdienst war mit 7 Einsatzkräften vor Ort. Der entstandene Gesamtschaden wird auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt; das betroffene Haus ist nach dem Brand nicht mehr bewohnbar.

Brandstiftung nach Streit: Ehemann in U-Haft

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und geht nach derzeitigem Stand von Brandstiftung aus. Erkenntnissen zufolge soll dem Brand ein verbaler Streit zwischen getrennt lebenden Eheleuten im Haus vorausgegangen sein, woraufhin die dort wohnhafte Familie das Anwesen verließ. Ein 43-jähriger Ehemann steht im dringenden Verdacht, das Feuer gelegt zu haben. Er wurde vorläufig wegen schwerer Brandstiftung festgenommen und am Dienstag einer Haftrichterin vorgeführt. Diese ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft Offenburg die Untersuchungshaft an.

Haus unbewohnbar, Familie untergebracht

Die weiteren Ermittlungen, an denen die Kriminaltechnik und ein Brandsachverständiger beteiligt sind, sollen die genauen Geschehnisse klären. Die betroffene Familie wurde durch die Gemeinde Appenweier anderweitig untergebracht. Ein Zusammenhang mit einem weiteren Brand in der Ortenauer Straße am 4. August 2025 wird von den Ermittlern ausgeschlossen.

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