Haushalte zahlen weiter drauf

Energiekosten bleiben hoch: Heizung teurer als vor Krisenbeginn

Energiekosten bleiben hoch: Heizung teurer als vor Krisenbeginn
Foto: Heizkessel im Altbau-Keller (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Vier Jahre nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine sind die Energiekosten für deutsche Haushalte spürbar gestiegen. Besonders Heizkosten belasten den Geldbeutel weiterhin erheblich, auch wenn Strompreise stabil bleiben. Experten sehen keine schnelle Rückkehr zum Vorkrisenniveau für Gas und Kraftstoffe.

Keine Entspannung in Sicht

Für einen Musterhaushalt mit drei Personen liegen die jährlichen Ausgaben für Energie im Februar 2026 bei fast 5.000 Euro. Das ist ein Plus von über 800 Euro im Vergleich zum Vorkriegsjahr 2021, wie eine Analyse des Vergleichsportals Verivox zeigt.

Heizkosten schlagen zu Buche

Besonders drastisch sind die Kosten für das Heizen gestiegen. Heizöl verteuerte sich um satte 29 Prozent. Wer mit Gas heizt, zahlt sogar rund 50 Prozent mehr für die gleiche Menge Energie. Verivox rechnet vor: Die durchschnittlichen Heizkosten sind insgesamt um 43 Prozent höher als vor der Krise.

Autofahrer weiter belastet

Auch an der Tankstelle macht sich die Verteuerung bemerkbar. Benzin ist rund 15 Prozent teurer, Diesel sogar 24 Prozent. Autofahrer zahlen damit im Schnitt 17 Prozent mehr für ihren Kraftstoff als noch 2021.

Strompreis stabilisiert

Nur beim Strom gibt es eine erfreuliche Nachricht: Die Preise sind weitgehend stabil geblieben. Ein staatlicher Zuschuss zu den Netzentgelten und sinkende Großhandelspreise haben dazu geführt, dass die Stromrechnung seit ihrem Höchststand im Jahr 2022 wieder gesunken ist. Wer im günstigsten Tarif ist, zahlt sogar 13 Prozent weniger als vor der Energiekrise.