Börse gewinnt, Energiepreise sinken

DAX legt zum Wochenausklang zu – US-Zollurteil gibt Rückenwind

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Der deutsche Leitindex Dax hat am Freitag zum Handelsende hin an Wert gewonnen und schloss mit einem Plus. Ein wichtiges Urteil des Obersten US-Gerichts bezüglich der Handelszölle sorgte für positive Impulse. Gleichzeitig verzeichneten die Energiepreise für Gas und Öl deutliche Rückgänge, während der Euro leicht an Stärke gewann.

Börse im Aufwind

Zum Abschluss der Handelswoche ist der Dax auf Erholungskurs gegangen. Der Index schloss bei 25.261 Punkten und verzeichnete damit ein Wochenend-Plus von 0,9 Prozent gegenüber dem Vortag. Nach einem soliden Start hielt sich der Index stabil über dem Vortagesniveau und konnte am Nachmittag seine Gewinne noch ausbauen.

US-Gericht kippt Zölle

Einen wesentlichen Beitrag zu dieser positiven Entwicklung leistete die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA. Das höchste Gericht kippte mit einer Mehrheit von sechs zu drei Stimmen weite Teile der von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle. Das Gericht urteilte, dass der Präsident seine Befugnisse überschritten habe und für derlei weitreichende Maßnahmen eine klare Zustimmung des US-Kongresses benötige.

Die genauen mittel- bis langfristigen Auswirkungen dieser Entscheidung auf die amerikanische Handelspolitik bleiben jedoch vorerst unklar. Da die republikanische Partei, zu der auch Präsident Trump gehört, in beiden Kammern des US-Parlaments die Mehrheit hält, sind Änderungen in der Zollpolitik durchaus denkbar.

Anlegerfavoriten und Schlusslichter

Zum Ende des Handelstages führten die Papiere von Adidas, Porsche und Siemens die Kursliste an der Frankfurter Börse an. Die Aktien von Bayer bildeten hingegen das Schlusslicht.

Energiepreise im Sinken

Parallel zum Börsengeschehen sanken die Preise für Energie. Eine Megawattstunde Gas für die Lieferung im März kostete zuletzt 32 Euro und damit sechs Prozent weniger als am Vortag. Sollte sich dieses Preisniveau stabilisieren, würde dies für Verbraucher voraussichtlich einen Preis von mindestens acht bis zehn Cent pro Kilowattstunde bedeuten, inklusive aller Nebenkosten und Steuern.

Auch der Ölpreis zeigte sich am Nachmittag im Rückgang. Ein Barrel der Nordseesorte Brent gab um 41 Cent auf 71,25 US-Dollar nach. Dies entspricht einem Minus von 0,6 Prozent gegenüber dem Schlusskurs des Vortages.

Euro legt leicht zu

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Freitagnachmittag ebenfalls etwas stärker. Ein Euro wurde für 1,1776 US-Dollar gehandelt.