Mehr Geld für Haushalte nötig
Die aktuelle Situation schnürt vielen Haushalten das Portemonnaie zu. Steigende Energiepreise und parallel höhere Beiträge zu den Sozialversicherungen führen laut Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa dazu, dass das verfügbare Einkommen „unmittelbar schrumpft“.
Vor dem wichtigen Koalitionsausschuss, bei dem am Dienstag über weitere Entlastungsmaßnahmen beraten wird, appellierte Welskop-Deffaa an die Bundesregierung. Sie fordert, dass der Bundeshaushalt entsprechend Mittel bereitstellt, um diese doppelte Belastung für die Bürger abzufedern.
Kostenlast verteilen
Ein zentraler Punkt der Forderung: Die Caritas-Präsidentin verlangt, dass „endlich die nicht beitragsgedeckten Kosten in den Sozialversicherungen, die fälschlich den Beitragszahlern aufgebürdet werden, vom Bund übernommen werden“.
Das betrifft nach ihrer Auffassung verschiedene Bereiche. Als Beispiele nannte sie die Krankenversicherungsbeiträge für Bürgergeldempfänger sowie die Erstattung von Corona-Kosten für die Pflegeversicherung.
Die Spitzen von Union und SPD wollen im Koalitionsausschuss erneut über Wege diskutieren, wie die Bürger angesichts der Teuerung entlastet werden können. Nach dem Scheitern einer Entlastungsprämie im Bundesrat sind nun neue Lösungsansätze gefragt.


