EU-Gipfel: Berlin bremst bei Gaspreis-Deckel
Die Bundesregierung agiert vor den entscheidenden Beratungen des Europäischen Rates in Sachen Energiekrise zurückhaltend. Regierungsvertrauen zufolge gibt es insbesondere bei der Idee eines direkten Preisdeckels für Energie erhebliche Bedenken. Dieses Instrument wird als problematisch eingeschätzt.
Am Donnerstag legt die EU-Kommission der Staats- und Regierungschefs voraussichtlich eine Liste mit potenziellen Maßnahmen vor. Diese „Toolbox“ soll verschiedene Optionen wie direkte staatliche Hilfen oder Steuersenkungen umfassen. Allerdings liegt die Entscheidung über die konkrete Umsetzung bei den einzelnen Mitgliedsstaaten.
Eine schnelle Entspannung auf den Energiemärkten erwartet Berlin nach dem Gipfel nicht. „Das Thema bleibt länger erhalten“, heißt es aus informierten Kreisen. Die komplexe Gemengelage und die anhaltende Unsicherheit über zukünftige Lieferungen und Nachfrageentwicklung dürften die Preise auf absehbare Zeit hochhalten.


