Parteien legen zu
Eine neue Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Yougov zeigt: Sowohl die Union als auch die AfD konnten im Vergleich zum Vormonat einen Prozentpunkt gewinnen. Beide Parteien erreichen nun 26 Prozent. Damit liegen die beiden politischen Lager nach wie vor gleichauf.
SPD verliert, Grüne im Aufwind
Die SPD muss hingegen Federn lassen und fällt um zwei Punkte auf 14 Prozent. Die Grünen können einen Punkt gutmachen und erreichen 13 Prozent. Die Linke und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verlieren jeweils einen Punkt und landen bei 9 und 3 Prozent. Auch die FDP gibt einen Prozentpunkt ab und steht nun bei 3 Prozent. Die sonstigen Parteien verharren bei 6 Prozent.
Krieg im Nahen Osten sorgt für Sorge
Die Umfrage beleuchtete auch die Stimmungslage bezüglich des Konflikts zwischen den USA/Israel und dem Iran. Eine deutliche Mehrheit von 54 Prozent der Bundesbürger hält den Krieg für nicht oder kaum gerechtfertigt. Nur 27 Prozent befürworten ihn. Unter den Wählern der Union und der AfD gibt es, verglichen mit dem Gesamtdurchschnitt, mehr Zustimmung für die militärischen Aktionen, jedoch überwiegt auch hier die Ablehnung.
US-Militärstützpunkte in Deutschland kritisch gesehen
Eine knappe Mehrheit der Befragten lehnt die Nutzung von US-Militäreinrichtungen in Deutschland für Einsätze im Iran ab. 53 Prozent sind dagegen, während 20 Prozent dafür sind. Die Sorge vor den Auswirkungen des Konflikts ist groß: 70 Prozent erwarten erhebliche Auswirkungen auf die Energieversorgung in Deutschland. Auch die Lebenshaltungskosten (68 Prozent) und die wirtschaftliche Entwicklung (62 Prozent) werden als stark betroffen eingeschätzt. Weniger Menschen befürchten direkte Auswirkungen auf die Sicherheit (38 Prozent) oder den gesellschaftlichen Zusammenhalt (26 Prozent).
Kriegsdauer ungewiss
Die Erwartungen zur Dauer des Krieges sind gespalten. Nur 4 Prozent glauben an ein Ende innerhalb eines Monats. Die Mehrheit sieht eine längere Auseinandersetzung, wobei fast ein Fünftel (18 Prozent) sogar von einer Dauer von über einem Jahr ausgeht. Rund ein Drittel ist hierzu unentschlossen.
Die Umfrage wurde zwischen dem 13. und 16. März unter 2.248 wahlberechtigten Personen durchgeführt und nach demografischen Kriterien gewichtet.
