Erbschaftsteuer-Debatte in Berlin
Berlin – In der Hauptstadt wird intensiv über eine Reform der Erbschaftsteuer diskutiert. Das ARD-Hauptstadtstudio berichtete, dass Sebastian Klein das aktuelle System als nicht leistungsorientiert sehe. „Das aktuelle System der Erbschaftsteuer ist überhaupt nicht leistungsorientiert“, sagte der Unternehmer. „Erben maximal besteuern“ sei in einer Leistungsgesellschaft nötig. Albrecht von Sonntag nannte Steuern den „notwendigen Treibstoff für unsere Demokratie“. Die Debatte dreht sich auch um ein Konzept der SPD.
Die im SPD-Erbschaftssteuer-Konzept vorgesehene Möglichkeit, Steuern zu stunden und über mehrere Jahre abzubezahlen, hält er für richtig. Es sei „überfällig, bei Familienunternehmen von radikalem Steuererlass auf faire Stundung zu wechseln“. Wichtig sei zudem, dass auf gestundete Beträge Zinsen erhoben würden, damit die Erbschaftsteuer nicht durch Inflation entwertet werde. Deutschland müsse die Schlupflöcher für Mega-Vermögen schließen und die Einnahmen in Bildung investieren, hieß es weiter. Schrömgens sagte: „Ich kann mich heute entscheiden, keine Steuern zu zahlen. Diese Entscheidungsfreiheit sollte ich nicht haben.“ Überfällig.
Rolf Schrömgens, Trivago-Mitgründer, bestätigte dem ARD-Hauptstadtstudio, dass eine Reform nötig sei, um Schlupflöcher zu schließen. „Ich kann mich heute entscheiden, keine Steuern zu zahlen. Diese Entscheidungsfreiheit sollte ich nicht haben.“
(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)

