Berlin: Iran-Proteste und Gasversorgung im Blick
Iran-Proteste: Bilanz nach zwei Wochen
Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen stieg die Zahl der Todesopfer im Iran auf mindestens 116. Darunter sollen sieben Minderjährige gewesen sein; vier der Toten gehörten medizinischem Personal an; einer war Staatsanwalt. Insgesamt 2.638 Festnahmen wurden gezählt, davon 628 identifiziert. Augenzeugen berichten von verstreuten, kurzen Versammlungen in Teheran; Sicherheitskräfte waren präsent, Drohnen im Einsatz.
Die Proteste breiteten sich in dutzenden Städten aus, während staatliche Medien Proteste den Demonstranten schwere Gewalt und Zerstörung vorwerfen. Menschenrechtsorganisationen widersprechen und verurteilen brutales Vorgehen der Behörden.
Gasversorgung in Deutschland: Lage im Überblick
Die Bundesnetzagentur sieht die Versorgung trotz winterlicher Belastung gesichert. Präsident Klaus Müller sagte, die Gasversorgung sei stabil und die Versorgungssicherheit gewährleistet. Die Gasspeicher seien zu 50,5 Prozent gefüllt. Im Jahr 2025 wurden 864 TWh Gas verbraucht, 40 Prozent entsprechend Haushalte/Gewerbe, 60 Prozent Industrie. Im Vergleich zu 2018–2021 lag der Verbrauch 13,5 Prozent niedriger.
Importe betrugen 1.031 TWh; Norwegen lieferte 44 Prozent, die Niederlande 24 Prozent, Belgien 21 Prozent. LNG-Terminals in Wilhelmshaven, Brunsbüttel, Lubmin und Mukran liefen 106 TWh Gas; Exportiert wurden 221 TWh. Die Speicher sollten laut Verordnung am 1. November zu 80 Prozent gefüllt sein; insgesamt wurden 70 Prozent erreicht – ausreichend im europäischen Rahmen.
Ausblick: Alltag in Deutschland
Für den Alltag bedeuten stabile Gaswerte, dass Heizkosten sich auf moderatem Niveau bewegen. Die Speichererfüllung erfüllt die Vorgaben; Die Gespräche über Energiepolitik und Versorgung bleiben präsent. In der Berichterstattung werden unterschiedliche Perspektiven sichtbar; Menschenrechtler kritisieren das Vorgehen der Behörden.
(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)
