Wirtschaftsministerium sieht keinen Grund zur Sorge

Berlin beruhigt: Gasversorgung trotz Iran-Spannungen gesichert

Berlin beruhigt: Gasversorgung trotz Iran-Spannungen gesichert
Foto: Ein Schwimmendes LNG-Terminal (Archivbild). Deutschland setzt auf alternative Gaslieferungen.

Die angespannte Lage am Persischen Golf sorgt zwar für Nervosität, doch das Bundeswirtschaftsministerium gibt Entwarnung für die deutsche Gasversorgung. Eine Sprecherin des Hauses betont, dass Deutschland über alternative Lieferwege verfügt und die Blockade einer wichtigen Seestraße keine unmittelbare Bedrohung darstellt.

Keine akute Gefahr für die Versorgung

Angesichts der wachsenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran, die eine potenzielle Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus befürchten lassen, hat das Bundeswirtschaftsministerium klargestellt: Die Gasversorgung in Deutschland ist weiterhin gesichert.

Eine Sprecherin des Ministeriums betonte auf Nachfrage der dts Nachrichtenagentur, dass man sich über eine mögliche Auswirkung auf LNG-Lieferungen keine Sorgen machen müsse. „Wir haben ja auch viele andere Möglichkeiten außer diese LNG-Lieferungen“, erklärte sie im Gespräch.

Als zentrales Beispiel für alternative Bezugswege nannte sie die Gaspipeline aus Norwegen. Deutschland verfüge über ein diversifiziertes Netz an Bezugsquellen, das nicht ausschließlich von den Seewegen abhängig sei.

Zudem sei nicht klar, wie stark die Straße von Hormus überhaupt von aktuell relevanten LNG-Lieferungen betroffen sei. „In der Vergangenheit war das nicht unbedingt der Fall“, so die Ministeriumssprecherin. Letztlich seien die jeweiligen Händler für ihre Kalkulationen und Sicherstellung der Lieferungen zuständig.