Technischer Rückschlag für Mond-Pläne
Die Weltraumgemeinde blickt gespannt auf die Artemis-Missionen. Doch die Vorfreude auf den erneuten bemannten Flug zum Mond wird durch unerwartete technische Probleme getrübt. Die Nasa musste den geplanten Start von Artemis 2 erneut verschieben.
Bei einer kritischen Überprüfung der Raketensysteme stießen die Ingenieure auf mehrere ungeplante Komplikationen. Zwar betont die US-Raumfahrtbehörde, dass diese Probleme behoben werden können, dennoch haben sie eine sofortige Verschiebung des Starts zur Folge.
Eine Kernkomponente für die Startoperationen, das Heliumsystem, zeigte eine Unterbrechung im Fluss. Helium ist essenziell, um die Treibstofftanks unter Druck zu setzen und wichtige Kühlsysteme der Rakete zu betreiben. Ein solcher Defekt gilt als gravierendes technisches Problem, das keine Kompromisse zulässt.
Der jüngste Testlauf im Kennedy Space Center in Florida war bereits der zweite Versuch, die Systeme für den Start vorzubereiten. Zuvor waren bereits Probleme mit Filtern und Dichtungen aufgetreten, die behoben werden konnten. Dieser neuerliche Rückschlag wirft nun auch das für März anvisierte Startfenster in den Wind.
Ursprünglich war der Start für Anfang Februar angesetzt, musste aber wegen eines Wasserstofflecks abgesagt werden. Nun müssen sich die vier ausgewählten Astronauten, die sich auf eine zehntägige Reise zum Mond und zurück vorbereiten, noch gedulden.
Die Mission ist ein Meilenstein: Sie soll die bisher weiteste Reise der Menschheit ins All darstellen und den Weg für zukünftige bemannte Mondlandungen ebnen.

