Darum geht es in „Nachbarschaftshilfe“
In der Kanzlei Liebling herrscht Alarmstufe Rot. Mandanten warten auf Hilfe, persönliche Konflikte schwelen unter der Oberfläche, und während draußen die Großstadt unaufhörlich lärmt, brennt drinnen die Frage: Was bedeutet Moral, wenn das Recht selbst zur Waffe wird?
Für Lisa Liebling beginnt die Eskalation mit einer Begegnung, die wie ein Zufall wirkt: Eine ältere Dame gießt abends seelenruhig Pflanzen in der Kanzlei. Erika Hagenbruch, Witwe eines Blumenhändlers, hat noch immer den Schlüssel ihres verstorbenen Freundes – Lisas Großvater. Doch hinter ihrem Lächeln lauert eine Existenzkrise. Seit dem Tod ihres Mannes wird sie von Krediten erdrückt, gefangen in Verträgen, deren Fallstricke sie nie verstanden hat.

© ARD Degeto Film/Oliver Feist
Lisa erkennt sofort: Hier geht es nicht um vergessene Rechnungen – sondern um einen gezielten Angriff. Gemeinsam mit ihrer Mutter Sarah Liebling deckt sie auf, dass ein Bankberater systematisch kleine Geschäftsleute in die Überschuldung trieb, um an deren Läden zu kommen. Für Erika steht mehr auf dem Spiel als Geld. Es ist ihr Leben, ihr Kiez, ihre Würde.
Ein Unfall, der Leben zerstört – und ein Schatten aus DDR-Zeiten
Parallel wird Dr. Talia Jahnka mit einer Vergangenheit konfrontiert, die sie längst hinter sich glaubte. Ihre frühere Schulfreundin Sarah „Sally“ Busch sucht verzweifelt Hilfe, nachdem ein Tanzschüler in ihrer neuen Schule stürzt, sich schwer verletzt – und den Schadenersatz zum Anlass nimmt, sie juristisch zu ruinieren. Was wie ein Beziehungsdrama beginnt, entfaltet sich als Intrige mit Behörden, Anträgen, Paragrafen und einem Gegner, der offenbar kein Interesse an Wahrheit hat, sondern an Vernichtung.

© ARD Degeto Film/Oliver Feist
Für Talia wird der Fall zu einer Reise zurück in ein Leben, das sie längst abgelegt hat. Alte Freundschaften kippen, Loyalitäten wanken, und die Frage steht im Raum: Kann man seiner Vergangenheit entkommen, wenn sie plötzlich vor der Tür steht?
Zwischen Aktenbergen knistert es – und nichts bleibt, wie es war
Während sich die Kanzlei mit zwei Fällen verheddert, die größer werden, als irgendjemand ahnt, braut sich noch etwas anderes zusammen: Zwischen Lisa und ihrem Kollegen Cem Oktay beginnt es gefährlich zu knistern. Zwischen Pflichtgefühl, Schuldgefühlen und Anziehung stellt sich bald die Frage: Wie viel Nähe verträgt ein Team, das täglich darüber entscheidet, wer Recht bekommt – und wer untergeht?

© ARD Degeto Film/Oliver Feist
Doch egal, wie kompliziert es wird: Eine Person hält alles zusammen. Senta Kurzweg, die stille, pragmatische Seele der Kanzlei, sorgt dafür, dass zwischen juristischen Bomben, emotionalen Entgleisungen und Berliner Eigenheiten am Ende niemand komplett verloren geht.
Besetzung: Wer in „Nachbarschaftshilfe“ mitspielt
- Lisa Liebling – Luise von Finckh
- Dr. Talia Jahnka – Gabriela Maria Schmeide
- Cem Oktay – Emre Aksizoglu
- Senta Kurzweg – Anja Franke
- Sarah Liebling – Roswitha Schreiner
- Erika Hagenbruch – Cornelia Heyse
- Sarah „Sally“ Busch – Ulrike Krumbiegel
- Lars Selgen – Konstantin Frank
- u. v. m.
Drehort: Wo der Film entstand
Gedreht wurde vom 24. Juni bis 23. Juli 2025 in Berlin. Viele Motive liegen in Kreuzberg – dort, wo das Herz der Kultserie einst schlug. So bleibt der Film zwar modern, verliert aber nie den Geist des Originals.


