Maßnahmen im Hafengebiet

Weiterhin Gefahrenstufe 5 am Schweizer Untersee: Bodensee-Pegel soll vorerst sinken

Weiterhin Gefahrenstufe 5 am Schweizer Untersee: Bodensee-Pegel soll vorerst sinken
Foto: Bild: Feuerwehr Konstanz

Der Wasserstand des Bodensees soll in den kommenden Tagen leicht sinken. Trotz der Entspannung bleiben einige Bereiche, wie die Insel Mainau und die Autofähre Meersburg-Konstanz, für mögliche Hochwasser gerüstet. Am Schweizer Untersee gilt weiterhin Gefahrenstufe 5.

Maßnahmen im Hafengebiet

In den vergangenen Tagen stieg der Wasserstand im Stadtgebiet Konstanz kontinuierlich an, was zu regelmäßigen Kontrollgängen der Feuerwehr führte. Am Morgen des 10. Juni 2024 wurde schließlich entschieden, im Hafengebiet aktiv zu werden. Die Feuerwehr Konstanz unterstützte die Bodensee Schiffsbetriebe dabei, die Werftanlage zu sichern.

Hochwasserschutzwände und Sandsackbarrieren im Hafengebiet Konstanz schützen die Werftanlagen.

Bild:Feuerwehr Konstanz

Hierzu wurden Hochwasserschutzwände errichtet, Sandsackbarrieren aufgestapelt und verschiedene Bereiche mit Sandsäcken und Folien abgedichtet, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Zusätzlich wurden in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Konstanz und den Entsorgungsbetrieben weitere Maßnahmen in der Hafenstraße besprochen. Das Technische Hilfswerk (THW) wurde mit Fachberatern und weiteren Sandsäcken zur Unterstützung herangezogen.

Herausforderungen und Zusammenarbeit

Felix Ritter von der Feuerwehr Konstanz erklärte: „Die Zusammenarbeit mit dem THW und den Maltesern verlief reibungslos und war entscheidend für den Erfolg unserer Maßnahmen.“ Ritter betonte auch die Wichtigkeit der errichteten Hochwasserschutzeinrichtungen, die als Vorsichtsmaßnahme für weiter steigende Pegel errichtet wurden.

Die Feuerwehr und Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) sichern gemeinsam die Bereiche der Hafenstraße bis zum Konstanzer Konzil ab.

Bild:Feuerwehr Konstanz

Während der Arbeiten musste ein Teil der Hafenstraße abgesperrt werden. Leider wurde diese Absperrung immer wieder von Passanten missachtet, was die Einsatzkräfte vor zusätzliche Herausforderungen stellte. „Unsere Maßnahmen wurden oft belächelt und hinterfragt, was die Arbeiten erschwerte,“ so Ritter. In einigen Fällen musste die Polizei einschreiten, um die Absperrungen aufrechtzuerhalten.

Reaktionen der Bevölkerung

Dennoch gab es auch positive Rückmeldungen. Viele Passanten zeigten Verständnis und unterstützten die Einsatzkräfte durch ihr Verhalten. Die Feuerwehr Konstanz dankte ausdrücklich allen, die die nötigen Absperrungen respektierten und somit zu einem reibungslosen Ablauf der Maßnahmen beitrugen.

Aufruf zum privaten Hochwasserschutz

Die Feuerwehr ruft die Bürger dazu auf, sich frühzeitig um privaten Hochwasserschutz zu kümmern. „Der aktuelle Pegelstand des Bodensees ist auf einem Höchststand. Auch in den nächsten Wochen wird das Wasser voraussichtlich sehr hoch bleiben,“ warnte Ritter. Es sei daher wichtig, präventive Maßnahmen zu ergreifen, um Wassereintritt in Gebäude zu verhindern.

Aktuelle Prognosen und Entspannung

Die Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg erwartet, dass der Pegel in den kommenden Tagen sinken wird. Der Wasserstand des Bodensees bei Konstanz dürfte bald wieder unter die Fünf-Meter-Marke fallen. Der Deutsche Wetterdienst rechnet bis zum Wochenende mit keinen nennenswerten Regenfällen mehr.

Trotz dieser positiven Prognosen bleiben Vorsichtsmaßnahmen in Kraft. Die Insel Mainau und die Autofähre Meersburg-Konstanz sind für weiterhin steigende Pegel gut vorbereitet. Gleichzeitig gilt am Schweizer Untersee weiterhin die Gefahrenstufe 5, was bedeutet, dass höchste Vorsicht geboten ist.

Ausblick

Die Hochwasserlage in Konstanz bleibt weiterhin angespannt. Die Feuerwehr und das THW sind weiterhin in Bereitschaft, um bei Bedarf schnell reagieren zu können. Die Bevölkerung wird dazu aufgerufen, die Situation ernst zu nehmen und sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren. Teilen Sie diesen Artikel, um auch andere auf die Hochwassersituation aufmerksam zu machen und die wichtige Arbeit der Einsatzkräfte zu unterstützen.